Freund und Helfer

Wie lang ein Reisebus ist, das wird einem erst so richtig klar, wenn man durch Südfrankreich fährt. Viel Verkehr, enge Gassen und Unmengen von Kreiseln erfordern allerhand Geschick und man ist voller Bewunderung für die Fahrerinnen oder Fahrer, die sich erfolgreich dort hindurchschlängeln. Schon bei der Ankunft in Allauch wird es heikel, denn um auf den Parkplatz zu gelangen, wo wir erwartet werden, muss der Bus eine 90° Abbiegung schaffen und durch ein großes Tor fahren. Und wenn wir während der Woche im Ortsteil Logis Neuf vom Bus aufgelesen werden, dann war vorher ein sogenannter U-Turn notwendig, eine Haarnadelkurve, die nur mit mehrfachem Rücksetzen des Busses bewältigt werden kann. Unglaublich eng sind auch die total zugeparkten kleinen Straßen, die zur Kathedrale Notre Dame de la Garde in Marseille hochführen – Hut ab vor allen, die das mit uns seit über 40 Jahren immer bravourös geschafft haben, ein großer Applaus war ihnen sicher!

Im vergangenen Jahr führte unser Weg wieder nach Les Beaux de Provence. Dieser malerische Ort mit seiner gewaltigen Festungsruine und historischen Steinhäusern, kopfsteingepflasterten Gassen, netten Geschäften und Cafés liegt hoch oben auf einem felsigen Hügel. Die Zufahrt ist happig, doch es lohnt sich sehr. Dort ist nämlich auch der alte ehemalige Steinbruch “Carrières de Lumière” – mit seinen Multimediashows immer ein Highlight für alle Reisenden. Bilder berühmter Maler werden auf gigantisch hohe Felswände projiziert, umrahmt von musikalischen Klängen, die diesen Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Spannend war bisher immer, ob unser Bus wohl einen Parkplatz finden würde, doch diesmal war unser Chauffeur bestens ausgerüstet: Sein Navi zeigte ihm nicht nur den richtigen Weg, sondern auch einen freien Busparkplatz dort an! Begeistert parkte er ein, doch kaum waren wir ausgestiegen, als einige Polizisten kopfschüttelnd auf uns zu liefen. “Non, non, non” – dieser Parkplatz sei für einen anderen Bus reserviert, wir könnten hier nicht stehen bleiben, sondern müssten außerhalb des Ortes parken.

Da schien guter Rat teuer zu sein, war es aber nicht! Die Polizisten hatten eine wunderbare Lösung für uns: Während die Reisegruppe schon in die “Carrières” ging, wurde der Bus von einem Polizeiauto zum richtigen Parkplatz begleitet, und nach dem Einparken dort wurde der Fahrer im Polizeiauto wieder nach oben gebracht, damit auch er an der Multimediashow teilnehmen konnte. Für die Rückfahrt wurde ausgemacht, dass ein kurzer Anruf bei dem entsprechenden Polizisten genügen würde, damit dieser den Fahrer wieder zu seinem Bus bringt. Er dürfe uns dann oben bei den “Carrières” abholen und trotz Halteverbotes wieder einsteigen lassen.

Es war eine perfekte und bequeme Organisation – die Polizei als Freund und Helfer, welch eine schöne Erfahrung!

Wechsel im Vorstand vom Partnerschaftsverein Allauch

Bei der Hauptversammlung des Allaucher Partnerschaftsvereins am 08.02.2024 hat sich die langjährige 1. Vorsitzende Chantal Bertin nicht mehr für diesen Posten zur Verfügung gestellt. 1993 kam sie erstmals mit der Partnerschaft in Berührung, 2001 wurde sie zur Vorsitzenden in Allauch gewählt. Wie sie schreibt, waren es 23 Jahre wunderbares Abenteuer mit den Vaterstettener Freundinnen und Freunden, sie bedauert nur, dass diese Jahre so schnell vergangen sind. Der Abschied ist ihr nicht leicht gefallen, doch wird sie sehr gern als Touristin weiterhin Vaterstetten besuchen. Ihre Nachfolgerin wurde Solange Brochier, eine dynamische, engagierte Dame, die wir bereits kennen und die sicher die Partnerschaft zwischen Vaterstetten und Allauch auch nach 42 Jahren erfolgreich weiterführen wird.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Chantal Bertin und wünschen ihr alles Gute. Auf die Zusammenarbeit mit Solange Brochier freuen wir uns.

Alter schützt vor Torheit nicht!

Wenn sie heute farbige Lackschuhe sehen, werden sich manche Leserinnen vielleicht an ihre Kindheit erinnern: Waren damals nicht fast für jedes kleine Mädchen Lackschuhe ein Traum? Oder rote Schuhe? Oder gar rote Lackschuhe? Und manchmal hält dieser Traum bis ins “gestandene Alter” an. Doch der Reihe nach.

Eines Tages rief mich eine unbekannte Dame aus Vaterstetten an. Ich hätte doch Beziehungen nach Frankreich durch die Partnerschaft – ob ich ihr vielleicht helfen könnte? Es sei ihr etwas peinlich, mich damit zu belästigen, aber nun habe sie sich doch getraut. Es ging um folgendes:  Sie habe in einem online-Katalog gesehen, dass eine belgische Firma ihre Lieblingsschuhe im Ausverkauf anbietet – endlich zu einem erschwinglichen Preis, dazu noch in ihrer Lieblingsfarbe, und das auch noch in ihrer Größe. Es seien so tolle, bequeme und außergewöhnliche Schuhe, sie habe bereits 2 Paar in Schwarz und Rot, absolute Hingucker, aber die gelben seien ja nun ein absolutes Nonplusultra. Sie besäße sogar eine passende Jacke in dieser Farbe! Sie habe sofort eine Online-Bestellung aufgegeben, doch dann kam die enttäuschende Nachricht, dass keine Lieferungen nach Deutschland möglich seien – hingegen sehr wohl nach Frankreich. Ob vielleicht ich durch meine Beziehungen mit der Partnerschaft Allauch da helfen könnte?

Da ich für jeden Spaß zu haben bin, verabredeten wir uns bei ihr, damit auch ich diesen Traumschuh persönlich sehe und die nette Dame kennenlerne. Sie ahnen es schon: Das kleine Mädchen in mir war begeistert. Ich hatte sofort das Gefühl, dass es auch mein Traumschuh werden könnte, und zwar in ROTEM LACK, und ich mich einer Bestellung anschließen würde. Also erzählte ich diese aufregende Schuh-Story meiner Kollegin Chantal in Allauch, fragte, ob sie bereit wäre, diese zwei Paar Schuhe für uns zu bestellen, zu bezahlen und uns dann weiterzuschicken.

Auch Chantal lachte und willigte sofort ein. Eine lange Wartezeit verging, bis die Meldung aus Allauch kam, die Schuhe seien eingetroffen. Nochmal verging viel Zeit, bis der Postbote mir das Paket auslieferte. Den “großen Moment” wollten wir natürlich gemeinsam begehen. Meine neue Vaterstettener Freundin G. eilte herbei. Welch ein Anblick, als wir den Karton öffneten – rote und gelbe Lackschuhe – einfach toll.  Begeistert stießen wir mit einem Glas Prosecco an, fotografierten uns gegenseitig und unsere Schuhe und lachten uns kaputt über diese verrückte Aktion. Ohne die Partnerschaft mit Allauch wäre das nicht möglich gewesen! 

Eins verrate ich Ihnen aber doch: Eigentlich waren mir meine roten Schuhe etwas zu klein. Ich habe sie täglich glücklich angeschaut, aber nur wenige Male getragen und dann weiterverschenkt. Und durch das hohe Paketporto waren sie eigentlich doch nicht so preiswert gewesen! Tja, Alter schützt vor Torheit nicht, aber eine schöne Erinnerung hat ja auch einen hohen Stellenwert!

Schuhe der Jumelage

Reiseverlosung

Eine Gratis-Mitreise nach Allauch hat in diesem Jahr unser Mitglied Jörg Penninger gewonnen.
Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen einen schönen Aufenthalt Ende Mai dieses Jahres.

Unendliche Geschichte?

Auch wenn der Dezember nun endgültig hinter uns liegt, so ist er für uns immer noch nicht wirklich abgehakt. Grund: Unsere Reise zum Weihnachtsmarkt nach Allauch.

Eigentlich war das Programm genau festgelegt für unseren Aufenthalt: Abflug Mittwochmittag, Abend in Familien, Donnerstagvormittag wie immer Besuch der Grundschule, um drei Deutschklassen nacheinander von unseren Advents- und Weihnachtsbräuchen zu erzählen. Nach dem Mittagessen Besuch des Gymnasiums, damit die älteren Schülerinnen und Schüler etwas über die Partnerschaft erfahren und Interesse an Praktika bei uns bekommen. Anschließend dann viel Freizeit für uns bis zum Abend für einen schönen Ausflug mit dem französischen Komitee ans Meer und in einen Ort mit besonders eindrucksvoller Weihnachtsbeleuchtung, Freitag viele Vorbereitungsarbeiten für den Weihnachtsmarkt und eine gemeinsame Sitzung der beiden Komitees, Samstag und Sonntag voller Einsatz von früh bis spät auf dem Markt, Montag Verräumen der Restware, Bummel durch Allauch und Rückflug.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Schon am Dienstag vor der Abreise erhielten wir die Nachricht von der Lufthansa, dass unser Flug vom Mittwoch annulliert worden sei – neue Möglichkeit gleiche Zeit am Donnerstag. Sie können sich vorstellen, was wir am Freitag alles unter einen Hut bringen mussten – siehe oben. Auf der Strecke blieb natürlich unser Ausflug, denn Pflicht ist Pflicht. Dazu regnete es am Freitag in Allauch von früh bis spät in Strömen – gut, dass wir so viel zu tun hatten. Samstag und Sonntag waren dann schöne Tage mit Sonne, wenig Wind, netten Besuchern, interessanten Gesprächen und guten Verkäufen. Wir waren erschöpft, aber rundum zufrieden.

Montagmorgen dann die erste Hiobsbotschaft: An diesem Tag galt die “Action escargot”, die “Aktion Schnecke” auf den Straßen. Willkürlich wurde auf nicht vorher bekannt gegebenen Strecken der Verkehr von Demonstranten ausgebremst. Ob auch unser Weg zum Flughafen betroffen sein würde? Vorsichtshalber wurde das Sammeltaxi sehr zeitig bestellt. Nach dem Mittagessen blieb gerade noch eine halbe Stunde für einen Bummel durch Allauch. Dabei erreichte uns die zweite Hiobsbotschaft: Gebuchter Flug Marseille-München annulliert, neue Möglichkeit etwas früher über Frankfurt. Nun musste alles blitzschnell gehen. Das Sammeltaxi brachte uns rechtzeitig zum Flieger, und auf ging’s nach Frankfurt. Die beunruhigend kurze Umsteigezeit dort wurde lang und länger, endlich kam die erklärende Durchsage: Die gesamte Crew musste wegen Arbeitszeitüberschreitung ausgetauscht werden, die neue erstmal von zu Hause anreisen. Aber irgendwann war es so weit, 3 Stunden später als geplant landeten wir in München. Ja, WIR, aber nicht unsere Koffer. Das war doppelt ungünstig, denn jeder hatte in seinem Gepäckstück Lavendelhoniggläser, die an der Krippe verkauft werden sollten. Nur nach und nach trudelte im Laufe der Woche immer mal wieder ein Koffer ein.

Bis auf einen. Der mit den restlichen 12 Honiggläsern ist bis heute verschollen – lag es am leckeren Lavendelhonig? Wir hoffen sehr, dass – wenn Sie diese Zeilen lesen – aus der unendlichen Geschichte eine endliche geworden ist!

Jahresauftakt 2024

Zum Beginn des 42. Jahres der Partnerschaft Vaterstetten-Allauch gibt es Traditionelles und Neues zu berichten. Den Auftakt machte das Fest „Saint-Clair“ mit Folklore-Umzügen, Ritter-Schaukämpfen, Verkauf von Wild, Speisen und Getränken in den Straßen von Allauch bis in die Nacht hinein. 

Der alljährliche Neubürgerempfang schloss sich an und war wieder sehr gut besucht. So wie es jahrelang in Vaterstetten der Fall war, ist dies eine wunderbare Möglichkeit, Zugereiste willkommen zu heißen und ihnen Vereine und Aktivitäten vorzustellen, die den Ort lebenswert machen. 

Eine Neuigkeit, die Bürgermeister de Cala aus Allauch stolz verkündet, ist die Tatsache, dass der Ort heuer wieder zur Filmkulisse wird. Schon von 2004 bis 2022 fanden die Außendreharbeiten für die beliebte französische TV Mittagsserie “Plus belle la vie” (“Schöneres Leben”) in Allauch statt. Heuer geht es nun an die Fortsetzung, und so wird die Bar “L’Hostellerie” gegenüber vom Rathaus in Allauch erneut zur berühmten Film-Bar “Mistral” in einem fiktiven Viertel von Marseille. Schauspieler und Filmcrew flanieren wieder durch die Straßen unserer Partnerstadt und werden viele Fans anlocken.

Ein weiteres Highlight ist das neueste Werk des Malers “Monsieur Z.”, der Allauchs Plätze auf moderne Weise darstellt. Auch im Rathaus Vaterstetten hat er Bewunderer gefunden: 2 Poster seiner Bilder hängen bereits dort. Es werden sicherlich nicht die letzten sein! 

Neues gibt es auch in der Jahresplanung der Partnerschaftsvereine in Allauch wie in Vaterstetten.
Die traditionelle Besuchergruppe aus Allauch wird voraussichtlich erst zu den Adventsmärkten nach Vaterstetten kommen. Jedoch steht auf Initiative des Allaucher Handballvereins ein Besuch in der Woche vom 20. bis 27. April ins Haus: drei Jugend-Handballmannschaften U17, Mädchen und Jungen (ca. 16 Jahre) mit Betreuern, möchten gerne mit den TSV-Handballern gemeinsam trainieren und Freundschaftsspiele erleben, so wie es schon vor Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages 1982 der Fall war. Insgesamt erwarten wir 55 Personen.
Wer hätte Lust, Gästebetten zur Verfügung zu stellen? Bitte melden bei Inge.Mayer-Simon@vaterstetten.de, Tel. 08106-997802. Vielen Dank im Voraus! 

Aktivitäten im Dezember

Die deutschen und französischen Repräsentanten stehen zusammen mit dem Bürgermeister von Allauch hinter der Theke des Weihnachtsmarktstandes. Auf der Theke stehen einige Flaschen Wein und verschiedene Holzerzeugnisse. Der Stand ist insgesamt sehr weihnachtlich dekoriert.

Der Weihnachtsmarkt in Allauch am 2. Adventswochenende war wie immer ein schönes Erlebnis und großer Erfolg. Unsere vielen unterschiedlichen Artikel, die feinen Plätzchen, die von unseren Mitgliedern und uns mit Liebe gebacken wurden, der weiße Glühwein und unser Spezialgetränk “Amour chaud” waren sehr begehrt. Das Wetter hat diesmal gut gepasst – kein Regen, kein Mistral während des Marktes. Viele Vaterstetten-Freunde aus Allauch besuchten uns an unserem Stand und lassen alle Hiesigen ganz herzlich grüßen. Auch etliche neue Besucher zeigten sich sehr interessiert an der Partnerschaft und den Reisen – vielleicht nehmen sie einmal teil? Die Stimmung war ausgelassen mit tanzenden Figuren und flotter Musik. Und bewundernswert waren wieder die vielen Kreisel in Allauch mit wunderschöner Adventsbeleuchtung.

Für den Verkauf an der Provenzalischen Krippe im Rathaus konnten wir Lavendelsäckchen und -honig mitbringen. Dort gibt es auch die Formulare für die Aktion “Reiseverlosung für Neumitglieder”, die sich bis zum 20.01.2024 bei uns anmelden. Danach gilt auch das Beitrittsformular auf unserer Homepage. 

Da heuer so wenig Ware aus Allauch an der Krippe zum Verkauf zur Verfügung steht, wollen wir unseren Freunden aus der Partnerstadt Trogir helfen, die wegen des Schnees ihren Stand beim Vaterstettener “Hüttenzauber” nicht öffnen konnten. So gibt es an unserer Krippe auch viele verschiedene kroatische Spezialitäten: Weine, Obstler, Olivenöl, Lavendelseife und – Creme und das spezielle Weihnachtsgebäck, die leckeren hausgemachten “Trogirski Rafioli” aus Mürbeteig mit Nuss-/Mandelfüllung. Nach Abbau der Krippe gibt es restliche Waren bei Michael Baier, 1. Vorsitzender der Partnerschaft mit Trogir.

Wir wünschen all unseren Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

  • Die deutschen und französischen Repräsentanten stehen zusammen mit dem Bürgermeister von Allauch hinter der Theke des Weihnachtsmarktstandes. Auf der Theke stehen einige Flaschen Wein und verschiedene Holzerzeugnisse. Der Stand ist insgesamt sehr weihnachtlich dekoriert.
  • Auf einem Tisch sind Weihnachtsplätzchen zum Verkauf angerichtet. Daneben sind kleine Holzhäuser zu sehen.
  • Als Christbaumkugeln  verkleidete Darstellerinnen auf dem Weihnachtsmarkt
  • Verkleidete Darsteller auf dem Weihnachtsmarkt, die um einen Christbaum tanzen
  • Zwei Darsteller auf dem Weihnachtsmarkt, die als Hunde aus Paw Patrol verkleidet sind
  • Verkleidete Darsteller auf dem Weihnachtsmarkt

Allauch im November

Das Bemühen unserer Partnergemeinde Allauch, das etwas in Vergessenheit geratene Abernten der Olivenbäume wiederzubeleben, zeigt schöne Erfolge.
Seit Jahren erhalten Mitglieder des Lions Clubs unserer Partnerstadt die Genehmigung, die Oliven aller Bäume, die auf öffentlichem Grund stehen, einzusammeln, um sie in eine Olivenmühle im benachbarten Château Gombert zu bringen. Das daraus gewonnene Öl wird auf dem Weihnachtsmarkt in Allauch verkauft und gemeinnützige Projekte können gefördert werden. Es gibt auch Privatpersonen, die dem Lions Club ihre Gärten im Oktober/November öffnen. Olivenernte per Hand ist eine anstrengende Arbeit, die man sich in diesem Fall ersparen und gleichzeitig etwas Gutes tun kann.
Die Gemeinde wollte aber noch viel mehr Besitzer vernachlässigter Olivenbäume motivieren, die Früchte sinnvoll zu verwerten, wie es in der Provence in der Vergangenheit Tradition war. So bot sich an drei Sonntagen die Möglichkeit, die Ernte an einem Sammelplatz abzugeben, wo man schon kurz darauf das native Öl wieder abholen konnte. Über fünf Tonnen Oliven kamen so zusammen und eine Allauch eigene Olivenpresse, wie es sie früher einmal gab, könnte sich bald lohnen.

Aufrechterhalten und Beleben alter Traditionen hat in unserer Partnerstadt einen hohen Stellenwert und manches erscheint uns fremd. So zum Beispiel „La Fête de l’Âne“, das Eselfest, gewidmet dem starken, wenn auch bekanntermaßen störrischen Tier, das früher die schweren Lasten über die Hügel Allauchs schleppen musste.
Organisiert von der Folkloregruppe Saint-Eloi Allaudien, steht dieser vergnügliche Tag mit dem folkloristischen Umzug, den Kunsthandwerksbuden, den Essenständen und Kinderkarussellen seit 27 Jahren auf dem Veranstaltungskalender der Festivitäten zum Jahresende.
Nur wenige Tage vergingen bis zum nächsten gemeinsamen Vergnügen im Herzen von Allauch. Alle Bürger waren eingeladen, den Beginn der Weihnachtszeit gemeinsam zu erleben. Neben Chorauftritten und Vorführungen einer ortsansässigen Tanzschule gab es – wie könnte es in Frankreich anders sein – leckere Süßigkeiten, bis schließlich der Startschuss fiel.
Auf Knopfdruck begann zeitgleich in ganz Allauch die wunderschöne Weihnachtsdekoration zu leuchten. Jedes Jahr gleicht das geschmückte Städtchen einem Lichtermeer, mit Unmengen von bunten Girlanden in den Bäumen, mit glitzernden Nikoläusen und anderen Fabelwesen auf den Verkehrsinseln, die den Betrachter verzaubern.

« Noël en Allemagne » — La lettre de Vaterstetten n°9

Image d'un sapin de Noël

On a déjà beaucoup écrit sur la période de Noël, il y a beaucoup de livres et de reportages.
J’aimerais vous parler, sans aucune base scientifique ni recherche, de notre propre expérience personnelle et de la manière dont nous l’avons transmise à nos enfants.
Les traditions continuent à vivre et à évoluer, elles ne sont pas fixées de manière rigide et immuable, mais sont riches en variantes et un peu différentes dans chaque famille.

Nos amis français connaissent leurs propres traditions, qui tournent beaucoup autour des bons repas de cette période, et ils vont redécouvrir certaines de nos traditions.

L’Avent – histoire et tradition vécue

La période de Noël commence quatre dimanches ou quatre semaines avant.
Le terme vient du latin et indique la venue prochaine du Christ. Traditionnellement, cette période d’attente est symbolisée par une couronne de l’Avent décorée de quatre bougies. Le premier dimanche de l’Avent, une seule bougie est allumée,
puis deux le deuxième jour de l’Avent, etc.
Dans le Languedoc, avec des amis allemands, nous avons tressé de nombreuses couronnes de l’Avent avec des branches d’olivier, des sarments de vigne et des herbes de la garrigue et les avons vendues avec grand succès sur le marché hebdomadaire.

Les magasins, les maisons et les arbres des avenues sont décorés de lumières et certaines vitrines présentent des paysages animés de jouets et de contes.

Pendant cette période, de nombreux biscuits et gâteaux sont préparés, en principe pour les fêtes de Noël, mais beaucoup sont mangés avant. Les recettes se transmettent de génération en génération, mais chaque famille a aussi ses propres favoris, selon ses préférences et ses goûts.

Les marchés de Noël proposent des figurines et des jouets artisanaux, ainsi que beaucoup de nourriture délicieuse et de vin chaud. À Munich et dans d’autres villes, afin de préserver la tradition, la vente d’articles en plastique bon marché en provenance d’Extrême-Orient est désormais interdite sur les marchés de Noël.

Saint Nicolas

Le 6 décembre est un jour très spécial pour les enfants.
En guise de cadeau, ils reçoivent une assiette de noix, de mandarines et de chocolat.
Ensuite, Saint-Nicolas entre dans la maison. Digne et impressionnant dans son habit d’évêque avec sa mitre et sa crosse, il exhorte ou félicite les enfants pour leur comportement (préparé discrètement par les parents). Ce n’est que récemment que Saint-Nicolas et le Père Noël ont été confondus en une seule et même personne, notamment par la publicité de Coca-Cola aux États-Unis.
Saint Nicolas est accompagné de son serviteur Ruprecht, communément appelé “Krampus”, un horrible compagnon ressemblant au diable et portant une chaîne et un bâton. Les avertissements ou les réprimandes de Saint-Nicolas sont accompagnés et renforcés par le cliquetis de la chaîne et l’agitation menaçante du bâton. Pour les jeunes enfants, c’est un moment terrible.
Il ne correspond plus non plus à une pédagogie moderne, c’est pourquoi le serviteur Ruprecht est de moins en moins présent de nos jours.

24 décembre

Image d'un sapin de Noël
Image d’un sapin de Noël

Le sapin de Noël n’était installé et décoré que le 24 décembre. Quelques fois, notre père nous emmenait auparavant dans la forêt voisine pour y chercher un beau sapin. C’était bien sûr un vol interdit, mais c’était aussi une sorte de tradition de l’époque austère de l’après-guerre. Plus tard, l’arbre était acheté régulièrement ou choisi dans une plantation de sapins de Noël et scié de nos propres mains.
Le soir, les jeunes enfants n’avaient d’abord pas le droit d’entrer dans le salon pour ne pas déranger l’enfant Jésus lorsqu’il déposait les cadeaux. Une petite clochette nous a donné le signal et nous nous sommes précipités dans la pièce, subjugués par la vue d’un sapin merveilleusement décoré et de bougies allumées. En dessous, il y avait les cadeaux.
Et l’enfant Jésus ? “Il était là il y a quelques instants, puis il s’est envolé par la fenêtre pour arriver à temps dans d’autres familles. “
Les chants de Noël sortaient de la radio ou des disques. Mais il y avait aussi une belle tradition dans ma famille de jouer quelques chants de Noël au piano, à la flûte ou au violon.
Pour le repas, il n’y avait pas de grand menu du soir, mais plutôt un plat traditionnel et simple. Les enfants n’auraient d’ailleurs pas eu la patience nécessaire dans l’attente du déballage des cadeaux.
Chez nous, on mangeait chaque année des foies de volaille grillés avec beaucoup de marjolaine et d’oignons, accompagnés d’une salade légère et d’un dessert. Aujourd’hui encore, la seule odeur des oignons grillés à la marjolaine me rappelle immédiatement des souvenirs de Noël. Ainsi, chaque famille a ses propres traditions. Ma famille n’était pas très religieuse, c’est pourquoi nous étions généralement déjà au lit à l’heure de la messe de minuit.

25 décembre

C’est traditionnellement le jour de la réunion de famille. À midi, le repas est copieux, souvent une grosse oie cuite au four, qui suffit généralement pour plusieurs repas, surtout si elle est encore farcie.
Pour digérer tout cela, une promenade commune est prévue l’après-midi.
Le 26 décembre (également un jour férié en Allemagne), on invite de bons amis et voisins. L’ambiance est plus détendue et moins formelle.

À la télévision, la pièce de théâtre “Dinner For One” est régulièrement diffusée ces jours-là depuis plus de 60 (!) ans. Il s’agit d’une vieille dame distinguée, sans doute un peu aveugle, qui fête son 90ᵉ anniversaire toute seule, car tous les invités sont décédés depuis longtemps. Le majordome joue alors le rôle des invités absents. La pièce est très britannique, mais aussi très drôle. On ne parle qu’en anglais (!), ce qui ne nuit pas du tout au plaisir et à la popularité en Allemagne. En Angleterre, en France et dans d’autres pays, la pièce est pratiquement inconnue et ce n’est qu’en Allemagne qu’elle est devenue un film culte, disponible à tout moment sur YouTube.

31 décembre

La fin de l’année est généralement marquée par une fête entre amis.
Le temps passe avec un bon repas, des jeux et des films (Dinner For One ?).
Dans ma famille, on mangeait toujours une carpe au dîner du Nouvel An, selon une recette de mon arrière-grand-mère. Je n’aimais pas particulièrement ça, mais la tradition, c’est la tradition.
À minuit exactement, on porte un toast au champagne à une nouvelle année heureuse et juste après, un gigantesque feu d’artifice commence dans toute l’Allemagne. Il n’est toutefois pas organisé par l’État ou une commune, mais plusieurs milliers de fusées et de pétards sont tirés depuis des jardins et des balcons privés. C’est pourquoi de nombreuses personnes se rendent sur une colline ou une montagne avant minuit pour admirer le spectacle pyrotechnique tout autour. À Munich, des centaines de personnes se retrouvent sur la colline olympique ou à l’Ange de la paix pour une fête commune avec des amis et beaucoup de champagne. Les feux d’artifice ne peuvent d’ailleurs être vendus et utilisés que ces jours-là.
Petite anecdote de notre époque aux États-Unis : à New York, il est également interdit de tirer en l’air avec des fusils et des pistolets, car ces nombreuses balles de plomb finissent par retomber avec des impacts parfois mortels.

Dans le petit village de mon enfance, une fanfare parcourait alors les rues de maison en maison le matin du 1ᵉʳ janvier pour commencer la nouvelle année en musique. Une performance souvent étonnante de la part des musiciens après une longue nuit de réveillon et les nombreux alcools de bienvenue des habitants.

6 janvier

La fête des Rois mages marque en fait la fin de la période de Noël, même si dans d’autres religions, elle est célébrée comme la naissance du Christ. Chez nous, on démontait alors le sapin de Noël et on emballait les décorations pour l’année suivante.
En Allemagne, nous avons volontiers adopté la tradition française de la galette des rois.
Ce jour-là commence également la collecte des chanteurs à l’étoile pour les pauvres de ce monde. Des enfants déguisés en rois vont de maison en maison, chantent des chants pieux et collectent des fonds pour la bonne cause.
Pour indiquer que la maison du donateur est bénie, les signes 20 *C * M * B * 24 sont marqués à la craie sur la porte en 2024.
J’avais encore appris que cela signifiait les noms des trois rois mages, Caspar, Melchior et Balthazar, mais officiellement, c’est désormais Christus Mansionem Benedicat ou “Jésus-Christ bénit cette maison”.