Eine ereignisreiche Woche voller Sport und Austausch geht zu Ende

Eine ereignisreiche Woche ist zu Ende gegangen. Ein ausgelassener Abschlussabend in der Stadiongaststätte “La Cantina”, am Abreisetag noch zwei letzte deutsch-französische Spiele und anschließend ein entspannter Nachmittag mit Fußball- und Volleyballspielen im Sportzentrum rundeten diesen Aufenthalt der Handballmannschaften aus Allauch ab. Beim abendlichen Abschied war zu spüren, dass Gastfamilien und Gäste eine schöne Woche miteinander verbracht hatten.

Mit dem engagierten TSV Handballtrainer Nico Wohlschlegel, der sich in dieser Woche sehr eingebracht hatte, wurde schon der Wunsch für weiteren Austausch besprochen: z.B. 2025 mit Vaterstettener Mannschaften in Allauch und dann 2026 wieder Allaucher Mannschaften in Vaterstetten. Ein großes Dankeschön vom Allauchverein an die Gastgeber und Trainer und alle, die sich sehr engagiert haben! 

Französisches Flair in Vaterstetten

35 Handballerinnen und Handballer zwischen 14 und 17 Jahren verbringen zurzeit eine intensive Woche in Vaterstetten mit ihren 4 Trainern. Gestartet waren sie bei schönstem Sonnenschein in Allauch – bei uns durften sie bisher insbesondere alle Facetten der Polarluft kennenlernen!

Ein vielseitiges Programm füllt die ganze Woche:
Tägliche Trainingseinheiten sind im Wechsel für die 3 Mannschaften angesagt, vorher unterschiedlichste Ausflüge: München mit Olympiazentrum und BMW Welt, Dachau, Schloss Schleißheim, Therme Erding, Chiemsee mit Frauen- und Herreninsel inkl. Schlossbesichtigung, Spitzingsee und Besuch des Wasmeier-Museumsdorfes und – hoffentlich – eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn.

Ein “Pizzafest” für rund 120 Besucher war eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen – das OHA hatte freundlicherweise den Saal dafür zur Verfügung gestellt.
In den kurzen Reden wurde die Wichtigkeit des Besuches von Jugendlichen betont und ein herzlicher Dank an die Gastfamilien ausgesprochen, die sich großzügig für die Unterbringung des Allaucher Handballvereins zur Verfügung gestellt hatten.
Es war ein sehr schöner geselliger Abend für alle!

Die “Lange Nacht des Kartenspiels”

Für die Fahrten von Vaterstetten nach Allauch gibt es seit Beginn der Partnerschaft traditionelle Daten, denn das erleichtert für Reisende und Gastgeber die Planung. So war bei uns von Anfang an der Zeitpunkt der Pfingstferien für die Hauptreise sehr beliebt, wenn in der Provence schon sommerliche Temperaturen zu einem Bad im Meer locken. Dann heißt es Abfahrt in Vaterstetten spätestens um 06:00 Uhr, denn der Weg ist weit, aber die Landschaft wunderschön und eine tolle Vorbereitung auf die kommende Woche.  

Das Bierfest in Allauch findet seit jeher am letzten Samstag im August statt. Seit Jahrzehnten reisen dann bayrische Musiker und Trachtler nach Allauch, um dort für Stimmung zu sorgen, aber im Gegensatz zu den Pfingstreisenden fahren sie immer über Nacht, da keiner einen Urlaubstag verlieren möchte. Die Suche nach dem passenden Busunternehmen gestaltet sich allerdings zunehmend schwieriger, weil viele keine Nachtfahrten mehr anbieten. So waren wir 2019 froh, ein passendes Unternehmen zu finden, das dazu noch besonders günstige Konditionen bot. Spätnachmittags am 28. August wurden die Geltinger Musiker mitsamt ihren Instrumenten abgeholt, danach in Kirchseeon die Seetaler Trachtler, und um ca. 19:00 Uhr ging es dann los.  

Die Busfahrer wählen immer selber die Fahrtroute aus, und diese hatten sich für den San-Bernardino-Tunnel entschieden, mit geplanter Ankunft in Allauch um 09:00 oder 10:00 Uhr am Folgetag. Bei bester Stimmung vergingen die ersten Stunden mit munterer Unterhaltung wie im Fluge. Kurz vor dem San-Bernardino-Tunnel kam dann aber der Schock, mit dem unsere Fahrer nicht gerechnet hatten. Auf einem großen Hinweisschild war zu lesen: 

 “Der Autobahntunnel San Bernardino wird ab dem 25. August 2019 über die Nacht für den Straßenverkehr gesperrt. Dies, um einen Teil der durch den Brandfall im Mai 2018 beschädigten Zwischenplatte zu ersetzen. Die Nachtsperre dauert jeweils von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr und wird sich bis zum 01. November 2019 hinausziehen.” Tja, da hatten sich wohl unsere Fahrer nicht gut vorbereitet, der Tunnel war für uns geschlossen, eine Ausweichroute für Busse nicht vorgesehen. Was nun? Ein “hätte, wäre, würde” nutzt gar nichts, genauso wenig wie schlechte Stimmung. Es blieb uns nichts anderes übrig, als den Anweisungen der Polizisten zu folgen und mit dem Bus auf einen Parkplatz kurz vor dem Tunnel zu fahren.

Unsere Musiker und Tänzer nahmen es gelassen hin und packten die Spielkarten aus. Gab es nicht neuerdings überall die “Lange Nacht” für alles Mögliche? “Lange Nacht der Musik”, “Lange Nacht der Museen”, “Lange Nacht der Brauereien” und so weiter. Also begann bei uns im Bus ab sofort die “Lange Nacht des Kartenspiels”!  

Und bis zur Ankunft in Allauch am frühen Nachmittag fand der eine oder andere sogar noch etwas Zeit für eine “Kurze Nacht des Schlafes”.

Freund und Helfer

Wie lang ein Reisebus ist, das wird einem erst so richtig klar, wenn man durch Südfrankreich fährt. Viel Verkehr, enge Gassen und Unmengen von Kreiseln erfordern allerhand Geschick und man ist voller Bewunderung für die Fahrerinnen oder Fahrer, die sich erfolgreich dort hindurchschlängeln. Schon bei der Ankunft in Allauch wird es heikel, denn um auf den Parkplatz zu gelangen, wo wir erwartet werden, muss der Bus eine 90° Abbiegung schaffen und durch ein großes Tor fahren. Und wenn wir während der Woche im Ortsteil Logis Neuf vom Bus aufgelesen werden, dann war vorher ein sogenannter U-Turn notwendig, eine Haarnadelkurve, die nur mit mehrfachem Rücksetzen des Busses bewältigt werden kann. Unglaublich eng sind auch die total zugeparkten kleinen Straßen, die zur Kathedrale Notre Dame de la Garde in Marseille hochführen – Hut ab vor allen, die das mit uns seit über 40 Jahren immer bravourös geschafft haben, ein großer Applaus war ihnen sicher!

Im vergangenen Jahr führte unser Weg wieder nach Les Beaux de Provence. Dieser malerische Ort mit seiner gewaltigen Festungsruine und historischen Steinhäusern, kopfsteingepflasterten Gassen, netten Geschäften und Cafés liegt hoch oben auf einem felsigen Hügel. Die Zufahrt ist happig, doch es lohnt sich sehr. Dort ist nämlich auch der alte ehemalige Steinbruch “Carrières de Lumière” – mit seinen Multimediashows immer ein Highlight für alle Reisenden. Bilder berühmter Maler werden auf gigantisch hohe Felswände projiziert, umrahmt von musikalischen Klängen, die diesen Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Spannend war bisher immer, ob unser Bus wohl einen Parkplatz finden würde, doch diesmal war unser Chauffeur bestens ausgerüstet: Sein Navi zeigte ihm nicht nur den richtigen Weg, sondern auch einen freien Busparkplatz dort an! Begeistert parkte er ein, doch kaum waren wir ausgestiegen, als einige Polizisten kopfschüttelnd auf uns zu liefen. “Non, non, non” – dieser Parkplatz sei für einen anderen Bus reserviert, wir könnten hier nicht stehen bleiben, sondern müssten außerhalb des Ortes parken.

Da schien guter Rat teuer zu sein, war es aber nicht! Die Polizisten hatten eine wunderbare Lösung für uns: Während die Reisegruppe schon in die “Carrières” ging, wurde der Bus von einem Polizeiauto zum richtigen Parkplatz begleitet, und nach dem Einparken dort wurde der Fahrer im Polizeiauto wieder nach oben gebracht, damit auch er an der Multimediashow teilnehmen konnte. Für die Rückfahrt wurde ausgemacht, dass ein kurzer Anruf bei dem entsprechenden Polizisten genügen würde, damit dieser den Fahrer wieder zu seinem Bus bringt. Er dürfe uns dann oben bei den “Carrières” abholen und trotz Halteverbotes wieder einsteigen lassen.

Es war eine perfekte und bequeme Organisation – die Polizei als Freund und Helfer, welch eine schöne Erfahrung!

Wechsel im Vorstand vom Partnerschaftsverein Allauch

Bei der Hauptversammlung des Allaucher Partnerschaftsvereins am 08.02.2024 hat sich die langjährige 1. Vorsitzende Chantal Bertin nicht mehr für diesen Posten zur Verfügung gestellt.
1993 kam sie erstmals mit der Partnerschaft in Berührung, 2001 wurde sie zur Vorsitzenden in Allauch gewählt. Wie sie schreibt, waren es 23 Jahre wunderbares Abenteuer mit den Vaterstettener Freundinnen und Freunden, sie bedauert nur, dass diese Jahre so schnell vergangen sind. Der Abschied ist ihr nicht leicht gefallen, doch wird sie sehr gern als Touristin weiterhin Vaterstetten besuchen.
Ihre Nachfolgerin wurde Solange Brochier, eine dynamische, engagierte Dame, die wir bereits kennen und die sicher die Partnerschaft zwischen Vaterstetten und Allauch auch nach 42 Jahren erfolgreich weiterführen wird.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Chantal Bertin und wünschen ihr alles Gute. Auf die Zusammenarbeit mit Solange Brochier freuen wir uns.

Alter schützt vor Torheit nicht!

Wenn sie heute farbige Lackschuhe sehen, werden sich manche Leserinnen vielleicht an ihre Kindheit erinnern: Waren damals nicht fast für jedes kleine Mädchen Lackschuhe ein Traum? Oder rote Schuhe? Oder gar rote Lackschuhe? Und manchmal hält dieser Traum bis ins “gestandene Alter” an. Doch der Reihe nach.

Eines Tages rief mich eine unbekannte Dame aus Vaterstetten an. Ich hätte doch Beziehungen nach Frankreich durch die Partnerschaft – ob ich ihr vielleicht helfen könnte? Es sei ihr etwas peinlich, mich damit zu belästigen, aber nun habe sie sich doch getraut. Es ging um folgendes:  Sie habe in einem online-Katalog gesehen, dass eine belgische Firma ihre Lieblingsschuhe im Ausverkauf anbietet – endlich zu einem erschwinglichen Preis, dazu noch in ihrer Lieblingsfarbe, und das auch noch in ihrer Größe. Es seien so tolle, bequeme und außergewöhnliche Schuhe, sie habe bereits 2 Paar in Schwarz und Rot, absolute Hingucker, aber die gelben seien ja nun ein absolutes Nonplusultra. Sie besäße sogar eine passende Jacke in dieser Farbe! Sie habe sofort eine Online-Bestellung aufgegeben, doch dann kam die enttäuschende Nachricht, dass keine Lieferungen nach Deutschland möglich seien – hingegen sehr wohl nach Frankreich. Ob vielleicht ich durch meine Beziehungen mit der Partnerschaft Allauch da helfen könnte?

Da ich für jeden Spaß zu haben bin, verabredeten wir uns bei ihr, damit auch ich diesen Traumschuh persönlich sehe und die nette Dame kennenlerne. Sie ahnen es schon: Das kleine Mädchen in mir war begeistert. Ich hatte sofort das Gefühl, dass es auch mein Traumschuh werden könnte, und zwar in ROTEM LACK, und ich mich einer Bestellung anschließen würde. Also erzählte ich diese aufregende Schuh-Story meiner Kollegin Chantal in Allauch, fragte, ob sie bereit wäre, diese zwei Paar Schuhe für uns zu bestellen, zu bezahlen und uns dann weiterzuschicken.

Auch Chantal lachte und willigte sofort ein. Eine lange Wartezeit verging, bis die Meldung aus Allauch kam, die Schuhe seien eingetroffen. Nochmal verging viel Zeit, bis der Postbote mir das Paket auslieferte. Den “großen Moment” wollten wir natürlich gemeinsam begehen. Meine neue Vaterstettener Freundin G. eilte herbei. Welch ein Anblick, als wir den Karton öffneten – rote und gelbe Lackschuhe – einfach toll.  Begeistert stießen wir mit einem Glas Prosecco an, fotografierten uns gegenseitig und unsere Schuhe und lachten uns kaputt über diese verrückte Aktion. Ohne die Partnerschaft mit Allauch wäre das nicht möglich gewesen! 

Eins verrate ich Ihnen aber doch: Eigentlich waren mir meine roten Schuhe etwas zu klein. Ich habe sie täglich glücklich angeschaut, aber nur wenige Male getragen und dann weiterverschenkt. Und durch das hohe Paketporto waren sie eigentlich doch nicht so preiswert gewesen! Tja, Alter schützt vor Torheit nicht, aber eine schöne Erinnerung hat ja auch einen hohen Stellenwert!

Schuhe der Jumelage

Joyeuses Pâques – Frohe Ostern!

Wenn Brunnen und Plätze in Allauch so ausschauen wie auf den Fotos hierunter, ist Ostern nicht mehr weit. Ganze Schulklassen beteiligen sich jedes Jahr an dieser Tradition des Schmückens, in Vorfreude auf die Eiersuche, die in Frankreich “chasse aux œufs” heißt: Eier-JAGD. Denn die französischen Kinder müssen darauf warten, dass die Kirchenglocken aus Rom zurückkehren. Zwischen Gründonnerstag und Ostern dürfen sie nämlich nicht läuten, sondern fliegen nach Rom, um sich den Segen des Papstes abzuholen. Erst danach kommen sie mit Süßigkeiten beladen zurück in die Heimatstädte und lassen unterwegs Schokoeier und -hasen sowie kleine Geschenke in die Gärten und Parks fallen! Dort versammeln sich die Kinder am Ostersonntag, um Rätsel zu lösen, die einen Hinweis auf das Versteck der heißgeliebten Schokoladeneier, das “Goldene Huhn” oder das “Riesen-Osterei” geben. Eltern dürfen bei der “Eierjagd” helfen, sodass auch die kleinsten Kinder Erfolg haben.

An Ostermontag gibt es an vielen Orten in Frankreich eine weitere, uns unbekannte Tradition: das Osteromelett.

Da in der Fastenzeit keine Eier gegessen werden dürfen, werden bei den Bauern so viele Eier wie möglich eingesammelt, um am Ostermontag ein möglichst großes Omelett für Familie und Freunde zu backen. Den Rekord hält die südfranzösische Gemeinde Bessières: Mit einem Omelett aus 15.000 Eiern, verteilt an Einwohner und schaulustige Touristen, war ein Platz im Guinnessbuch der Rekorde sicher! Fotos dazu findet man im Internet z.B. unter “Omelette géante de Bessières”.

Reiseverlosung

Eine Gratis-Mitreise nach Allauch hat in diesem Jahr unser Mitglied Jörg Penninger gewonnen.
Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen einen schönen Aufenthalt Ende Mai dieses Jahres.

Unendliche Geschichte?

Auch wenn der Dezember nun endgültig hinter uns liegt, so ist er für uns immer noch nicht wirklich abgehakt. Grund: Unsere Reise zum Weihnachtsmarkt nach Allauch.

Eigentlich war das Programm genau festgelegt für unseren Aufenthalt: Abflug Mittwochmittag, Abend in Familien, Donnerstagvormittag wie immer Besuch der Grundschule, um drei Deutschklassen nacheinander von unseren Advents- und Weihnachtsbräuchen zu erzählen. Nach dem Mittagessen Besuch des Gymnasiums, damit die älteren Schülerinnen und Schüler etwas über die Partnerschaft erfahren und Interesse an Praktika bei uns bekommen. Anschließend dann viel Freizeit für uns bis zum Abend für einen schönen Ausflug mit dem französischen Komitee ans Meer und in einen Ort mit besonders eindrucksvoller Weihnachtsbeleuchtung, Freitag viele Vorbereitungsarbeiten für den Weihnachtsmarkt und eine gemeinsame Sitzung der beiden Komitees, Samstag und Sonntag voller Einsatz von früh bis spät auf dem Markt, Montag Verräumen der Restware, Bummel durch Allauch und Rückflug.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Schon am Dienstag vor der Abreise erhielten wir die Nachricht von der Lufthansa, dass unser Flug vom Mittwoch annulliert worden sei – neue Möglichkeit gleiche Zeit am Donnerstag. Sie können sich vorstellen, was wir am Freitag alles unter einen Hut bringen mussten – siehe oben. Auf der Strecke blieb natürlich unser Ausflug, denn Pflicht ist Pflicht. Dazu regnete es am Freitag in Allauch von früh bis spät in Strömen – gut, dass wir so viel zu tun hatten. Samstag und Sonntag waren dann schöne Tage mit Sonne, wenig Wind, netten Besuchern, interessanten Gesprächen und guten Verkäufen. Wir waren erschöpft, aber rundum zufrieden.

Montagmorgen dann die erste Hiobsbotschaft: An diesem Tag galt die “Action escargot”, die “Aktion Schnecke” auf den Straßen. Willkürlich wurde auf nicht vorher bekannt gegebenen Strecken der Verkehr von Demonstranten ausgebremst. Ob auch unser Weg zum Flughafen betroffen sein würde? Vorsichtshalber wurde das Sammeltaxi sehr zeitig bestellt. Nach dem Mittagessen blieb gerade noch eine halbe Stunde für einen Bummel durch Allauch. Dabei erreichte uns die zweite Hiobsbotschaft: Gebuchter Flug Marseille-München annulliert, neue Möglichkeit etwas früher über Frankfurt. Nun musste alles blitzschnell gehen. Das Sammeltaxi brachte uns rechtzeitig zum Flieger, und auf ging’s nach Frankfurt. Die beunruhigend kurze Umsteigezeit dort wurde lang und länger, endlich kam die erklärende Durchsage: Die gesamte Crew musste wegen Arbeitszeitüberschreitung ausgetauscht werden, die neue erstmal von zu Hause anreisen. Aber irgendwann war es so weit, 3 Stunden später als geplant landeten wir in München. Ja, WIR, aber nicht unsere Koffer. Das war doppelt ungünstig, denn jeder hatte in seinem Gepäckstück Lavendelhoniggläser, die an der Krippe verkauft werden sollten. Nur nach und nach trudelte im Laufe der Woche immer mal wieder ein Koffer ein.

Bis auf einen. Der mit den restlichen 12 Honiggläsern ist bis heute verschollen – lag es am leckeren Lavendelhonig? Wir hoffen sehr, dass – wenn Sie diese Zeilen lesen – aus der unendlichen Geschichte eine endliche geworden ist!

Jahresauftakt 2024

Zum Beginn des 42. Jahres der Partnerschaft Vaterstetten-Allauch gibt es Traditionelles und Neues zu berichten. Den Auftakt machte das Fest „Saint-Clair“ mit Folklore-Umzügen, Ritter-Schaukämpfen, Verkauf von Wild, Speisen und Getränken in den Straßen von Allauch bis in die Nacht hinein. 

Der alljährliche Neubürgerempfang schloss sich an und war wieder sehr gut besucht. So wie es jahrelang in Vaterstetten der Fall war, ist dies eine wunderbare Möglichkeit, Zugereiste willkommen zu heißen und ihnen Vereine und Aktivitäten vorzustellen, die den Ort lebenswert machen. 

Eine Neuigkeit, die Bürgermeister de Cala aus Allauch stolz verkündet, ist die Tatsache, dass der Ort heuer wieder zur Filmkulisse wird. Schon von 2004 bis 2022 fanden die Außendreharbeiten für die beliebte französische TV Mittagsserie “Plus belle la vie” (“Schöneres Leben”) in Allauch statt. Heuer geht es nun an die Fortsetzung, und so wird die Bar “L’Hostellerie” gegenüber vom Rathaus in Allauch erneut zur berühmten Film-Bar “Mistral” in einem fiktiven Viertel von Marseille. Schauspieler und Filmcrew flanieren wieder durch die Straßen unserer Partnerstadt und werden viele Fans anlocken.

Ein weiteres Highlight ist das neueste Werk des Malers “Monsieur Z.”, der Allauchs Plätze auf moderne Weise darstellt. Auch im Rathaus Vaterstetten hat er Bewunderer gefunden: 2 Poster seiner Bilder hängen bereits dort. Es werden sicherlich nicht die letzten sein! 

Neues gibt es auch in der Jahresplanung der Partnerschaftsvereine in Allauch wie in Vaterstetten.
Die traditionelle Besuchergruppe aus Allauch wird voraussichtlich erst zu den Adventsmärkten nach Vaterstetten kommen. Jedoch steht auf Initiative des Allaucher Handballvereins ein Besuch in der Woche vom 20. bis 27. April ins Haus: drei Jugend-Handballmannschaften U17, Mädchen und Jungen (ca. 16 Jahre) mit Betreuern, möchten gerne mit den TSV-Handballern gemeinsam trainieren und Freundschaftsspiele erleben, so wie es schon vor Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages 1982 der Fall war. Insgesamt erwarten wir 55 Personen.
Wer hätte Lust, Gästebetten zur Verfügung zu stellen? Bitte melden bei Inge.Mayer-Simon@vaterstetten.de, Tel. 08106-997802. Vielen Dank im Voraus!