Jubiläumsfestivitäten in Allauch – Juni 2022

Reisegruppe vor Abfahrt zum Flughafen

Ob mit dem Flieger, mit dem Fahrrad oder mit privatem Wohnwagen – ein großes Aufgebot an Vaterstettener Bürgern hatte sich auf den Weg nach Allauch gemacht, um dieses Jubiläum gebührend zu begehen.

Schon in der Vorwoche hatte eine junge Fußballmannschaft des SC Baldham mit Trainern, Eltern und Geschwistern einen Besuch mit Freundschaftsspielen in Allauch genossen – ein Bericht darüber erfolgt noch.
Besonders anstrengend war es natürlich für die Radler um Jo Neunert, die es sich seit Anbeginn der Partnerschaft nicht haben nehmen lassen, alle 5 Jahre die über 1000 km zu bewältigen und große Hochachtung dafür von uns und den Franzosen ernteten.
Mit in Allauch war für einige Tage unsere 2. Bürgermeisterin Maria Wirnitzer, deren Ehemann übrigens zu Beginn der Partnerschaft zusammen mit der Radlergruppe um Altbürgermeister Peter Dingler diesen beschwerlichen Weg über die Alpen auch absolvierte hatte. Für ein paar Tage kam auch Landrat Robert Niedergesäß nach Allauch, um die vielen Jahre der Partnerschaft zu würdigen.

Ammerthaler Blasmusik

Und ganz wichtige Begleiter auf dieser Reise waren die Musiker der Ammerthaler Blasmusik, die in der glühend heißen Atmosphäre des Freilichttheaters von Allauch 2 Tage für beste Stimmung indem sogenannten „Biergarten“ sorgten. Allen sagen wir ein herzliches „MERCI“!


Das Allaucher Partnerschaftskomitee hatte sich mit allen Kräften engagiert, um eine beeindruckende, schöne, internationale Festatmosphäre am Auftaktwochende im „Théâtre de Nature“ zu schaffen: Delegationen aus Allauchs anderen Partnerstädten in Italien, Israel und Armenien waren präsent und gratulierten zu unserem 40. Jubiläum. Die abendlich angestrahlte Kapelle Notre Dame du Château und der volle Mond sorgten zusätzlich in der Dunkelheit für eine tolle Stimmung, genauso wie der mit brennenden Wunderkerzen hereingetragene Nachtisch – eine große Festtorte, die aus vielen Einzelportionen zusammengesetzt war und Gästen und Gastebern köstlich schmeckte.

Komitee mit Bürgermeister de Cala


Bürgermeister de Cala, der bisher noch nie in Vaterstetten war, erhielt als Gastgeschenk von unserem Komitee „1/2m Bier“ und dazu von Frau Wirnitzer im Namen des Rathauses einen wunderschön verzierten 1 Liter Bierkrug – er hat sich sehr über beides gefreut und hofft, zum Weihnachtsmarkt hierher zu kommen.


Die offiziellen Reden wurden auf Bitten der Franzosen kurz gehalten, woraufhin Ursel Franz ihre Rede als kleines Gedicht zusammengefasst hatte – statt eines Rückblickes auf die 40 Jahre ein Rückblick auf die schwere Zeit der Trennung wegen der Pandemie – Text mit Übersetzung hierunter.

Am zweiten Tag des Auftaktwochendes konnte jeder Allaucher Bürger an den Festivitäten im Freilichttheater teilnehmen, und so gab es für viele ein begeistertes Wiedersehen. Im Anschluß gab es für die Vorstandsmitglieder beider Komitees noch einen festlichen Empfang vonseiten der italienischen und israelischen Partnerschaft vor dem eindrucksvollen Gebäude der Bastide de Fontvieille, wo der Bürgermeister de Cala von Allauch uns Geschenke überreichen ließ.

Im weiteren Verlauf des Aufenthaltes hatten wir Gelegenheit, schöne Ausflüge auf die Frioul-Inseln zu machen, an die Côte Bleue und nach Aix en Provence – nun freuen wir uns auf den Gegenbesuch vom 9.-15. Juli.

Und hier das Gedicht von Ursel Franz mit Übersetzung:

„Guten Abend liebe Freunde, wir sind glücklich hier zu sein, wir sind glücklich, bei Euch zu sein, denn Ihr habt uns sehr gefehlt. Nach 40 Jahren haben wir eine enge Verbindung zueinander, Eure Wärme hat uns gefehlt, vor allem die vom Herzen kommt. Gefehlt hat uns Lavendel und Thymian, der zarte Duft von Rosmarin und die Hügel von Marcel Pagnol, die manchmal ein bisschen verrückten Abende, das intensive Blau des Meeres, Olivenbäume, Platanen, ein milder Winter. Wenn Covid uns getrennt hat, so war das nur für 2 Jahre. Vor uns liegt aber noch eine lange und frohe Zukunft. Machen wir also weiter so wie bisher, denn mit unseren Herzen sehen wir gut."
"Bonsoir, bonsoir mes chers amis, nous sommes heureux d’être ici, nous sommes heureux d’être chez vous, car vous nous avez manqués beaucoup. Après une quarantaine d’années nous sommes fortement liés. Il nous manquait votre chaleur, surtout celle qui vient du coeur. Il nous manquait lavande et thym, la douce odeur du romarin, et les collines Marcel Pagnol, les soirées un peu fou-folles, l’intense bleu de la mer, oliviers, platanes, un doux hiver. Si Covid nous a séparés, c’était juste pour deux années, mais nous avons devant nous un avenir, long et doux. Continuons alors sur ce chemin, car c’est avec notre coeur que nous voyons bien."

Oktoberfeststimmung in Allauch – August 2017

Wenn Ende August zahlreiche Französinnen in einer bayrisch geschmückten Turnhalle in Allauch im Dirndl erscheinen, wenn „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ mit leichtem Akzent, aber umso lautstärker gesungen wird und echte Oktoberfeststimmung in unserer Partnerstadt herrscht, so bedeutet dies seit über 20 Jahren, dass das berühmte „Fête de la bière“, das traditionelle bayrische Bierfest stattfindet. Heuer erstmals dabei waren auch Bürgermeister Reitsberger und Kay Rainer von der Gemeinde Vaterstetten sowie Ursel Franz und Gaby Eichner vom Partnerschaftskomitee.
Bei  Sauerkraut mit Schlachtplatte genossen alle die temperamentvollen Vorführungen der Schuhplattler und die mitreißende Musik der Musikkapelle Gelting, und spätestens bei der „Sternpolka“ war die große Tanzfläche gefüllt! Zum Glück gab es ausreichend bayrisches Bier, so dass die ausgelassene Stimmung bis weit nach Mitternacht anhielt.

Natürlich hatte es bei diesem kurzen Aufenthalt in Allauch für alle auch ein interessantes Rahmenprogramm gegeben: ein Partnerschaftsabend für Gastgeber und Gäste mit  einer leckeren Paella, spontan musikalisch und plattlerisch von den Geltinger Musikanten untermalt; Ausflüge nach Marseille und Bandol mit Baden und Weinprobe sowie eine offizielle Begrüßung der Vaterstettener Radler Günter Lenz, Erich Mack, Bastian Maucher, Stephanie und Gerhard Schuler, die die 1150 km lange Strecke von Vaterstetten nach Allauch erfolgreich mit dem Fahrrad zurückgelegt hatten, unterstützt  von Anna Lenz und Marlis Bömerl im Begleitfahrzeug – welch großartige Leistung.
Außerdem fand – wie in Vaterstetten – angesichts der 35jährigen Partnerschaft mit Allauch nach einer feierlichen Zeremonie am Kriegerdenkmal eine Kranzniederlegung mit Herrn Reitsberger statt.

Mit dem Rad nach Frankreich – Juni 2012

Respekt! Zehn Tage waren die 13 Radler auf gut 1150 km zwischen Vaterstetten und Allauch unterwegs. Nicht zu vergessen, dass 13 650 Höhenmeter auf der Strecke zu bewältigen waren.

Gut angekommen, wurden sie in Allauch mit einem Fass Bier von den Busreisenden begrüßt.