Allauch im November

Das Bemühen unserer Partnergemeinde Allauch, das etwas in Vergessenheit geratene Abernten der Olivenbäume wiederzubeleben, zeigt schöne Erfolge.
Seit Jahren erhalten Mitglieder des Lions Clubs unserer Partnerstadt die Genehmigung, die Oliven aller Bäume, die auf öffentlichem Grund stehen, einzusammeln, um sie in eine Olivenmühle im benachbarten Château Gombert zu bringen. Das daraus gewonnene Öl wird auf dem Weihnachtsmarkt in Allauch verkauft und gemeinnützige Projekte können gefördert werden. Es gibt auch Privatpersonen, die dem Lions Club ihre Gärten im Oktober/November öffnen. Olivenernte per Hand ist eine anstrengende Arbeit, die man sich in diesem Fall ersparen und gleichzeitig etwas Gutes tun kann.
Die Gemeinde wollte aber noch viel mehr Besitzer vernachlässigter Olivenbäume motivieren, die Früchte sinnvoll zu verwerten, wie es in der Provence in der Vergangenheit Tradition war. So bot sich an drei Sonntagen die Möglichkeit, die Ernte an einem Sammelplatz abzugeben, wo man schon kurz darauf das native Öl wieder abholen konnte. Über fünf Tonnen Oliven kamen so zusammen und eine Allauch eigene Olivenpresse, wie es sie früher einmal gab, könnte sich bald lohnen.

Aufrechterhalten und Beleben alter Traditionen hat in unserer Partnerstadt einen hohen Stellenwert und manches erscheint uns fremd. So zum Beispiel „La Fête de l’Âne“, das Eselfest, gewidmet dem starken, wenn auch bekanntermaßen störrischen Tier, das früher die schweren Lasten über die Hügel Allauchs schleppen musste.
Organisiert von der Folkloregruppe Saint-Eloi Allaudien, steht dieser vergnügliche Tag mit dem folkloristischen Umzug, den Kunsthandwerksbuden, den Essenständen und Kinderkarussellen seit 27 Jahren auf dem Veranstaltungskalender der Festivitäten zum Jahresende.
Nur wenige Tage vergingen bis zum nächsten gemeinsamen Vergnügen im Herzen von Allauch. Alle Bürger waren eingeladen, den Beginn der Weihnachtszeit gemeinsam zu erleben. Neben Chorauftritten und Vorführungen einer ortsansässigen Tanzschule gab es – wie könnte es in Frankreich anders sein – leckere Süßigkeiten, bis schließlich der Startschuss fiel.
Auf Knopfdruck begann zeitgleich in ganz Allauch die wunderschöne Weihnachtsdekoration zu leuchten. Jedes Jahr gleicht das geschmückte Städtchen einem Lichtermeer, mit Unmengen von bunten Girlanden in den Bäumen, mit glitzernden Nikoläusen und anderen Fabelwesen auf den Verkehrsinseln, die den Betrachter verzaubern.

Ein schöner Frühlingsmonat in Vaterstetten – Mai 2022

Ein sehr gelungenes Treffen am Allauchhügel vor der Mühle fand in diesem Monat statt.
50 Freunde der Partnerschaft hatten sich mit mehreren Grills und Grillgut eingefunden und das Salatbuffet üppig bestückt, der Trogirverein hatte uns entsprechend viele Biergarnituren zur Verfügung gestellt. Das Freibier kam von der Weihenstephaner Brauerei, zu der eines unserer Vorstandsmitglieder eine enge Verbindung hat, und die Damen freuten sich über Aperol Spritz, vom Verein spendiert, denn das Wetter war hervorragend.
Einige versuchten Boule zu spielen, wurden aber durch unzählige dort angesiedelte Ameisen schnell eines besseren belehrt. Es war rundherum ein gelungenes Fest, an dem sich auch etliche Neumitglieder eingefunden hatten.

Ein ebenso heißer Tag war dann im Mai der Bücherflohmarkt vor der Bücherei Vaterstetten. Unser Stand mit französischsprachigen Büchern und deutschsprachigen Reiseführern war immer umlagert und so manches Werk wurde gerne gegen eine Spende in unsere Ukrainekasse mitgenommen. Im Anschluss an den Markt konnten wir unsere Bücher noch 4 Wochen an einem Sonderstand in der Bücherei präsentieren. Viele sind noch übrig, so dass Interessenten sich gerne an uns wenden können – die freiwillige Spende geht grundsätzlich in unsere Ukraine-Kasse, mit deren Inhalt wir schon sehr konkret hier in Vaterstetten Hilfe leisten konnten.

Bier und Boule – Mai 2019

Zur Erinnerung: Bei der Fussball Weltmeisterschaft 2018 spielten Frankreich und Kroatien gegeneinander. Grund zu einer Wette zwischen den Partnerschaftsvereinen Allauch und Trogir um ein Fass Bier.
Frankreich siegte und so musste der Partnerschaftsverein Trogir ein Fass Bier spendieren, das am 26.05. im geselligen Beisammensein der beiden Partnerschaftsvereine an der Allauch Mühle geleert wurde. 
Ein Grill wurde aufgestellt, es wurde gegessen und getrunken und vor allem Boule gespielt. Das Fass Bier war schnell geleert und der Partnerschaftsverein Allauch revanchiert sich mit einem zweiten Fass.

Allauch – „un certain art de ville“ für Anfänger – April 2019

Bericht von Hanni Beier-Endl , Humboldt-Gymnasium

22 Schüler der achten Klassen des Humboldt-Gymnasiums Vaterstetten nahmen in diesem Schuljahr am Französischaustausch mit dem Collège Arc de Meyran in Aix en Provence teil. Vom 26.03. bis zum 03.04.2019 besuchten sie ihre Austauschpartner in der malerischen südfranzösischen Stadt.

Neben Avignon, Marseille und Aix stand wie jedes Jahr auch Vaterstettens Partnergemeinde Allauch auf dem Besuchsprogramm. Wie immer führte Rita Sogno vom Partnerschaftsverein durch den typischen, auf einem Hügel erbauten südfranzösischen Ort. Mit ihrer Stadtführung zog sie die Schüler dadurch in ihren Bann, dass sie Anekdoten und Legenden über die Partnergemeinde erzählte und auf Zahlen und trockene Fakten weitgehend verzichtete.

Auf dem Weg zur Wallfahrtskapelle „Notre-Dame du Château“ hörten die Jugendlichen an einem Torbogen am Eingang zum ehemaligen Schloss die erste Legende. Diese besagt, dass in der Nische des Torbogens einst eine Marienstatue stand. Eine Schäferin, die eines Abends den Torbogen passierte, wollte von der Marienstatue wissen, wann ihr dringlichster Wunsch in Erfüllung ginge und sie einen Mann fände. Als die Statue ihr nicht antwortete, warf sie 10 Steine nach ihr. Daraufhin antwortete die Statue zum Leidwesen der Schäferin, dass sie nun noch 10 Jahre warten müsse bis sie einen Mann bekäme. Seitdem kommen immer wieder junge Frauen zu diesem Bogen und werfen Steine in die Nische, um zu erfahren, wie lange sie noch warten müssen, bis sie den Mann ihrer Träume treffen. Jeder Stein, der wieder herunterfällt, bedeutet ein Jahr des Wartens. 

Fast alle Jugendlichen der Schülergruppe befragten das „Steinorakel“ und erfuhren, dass sie noch Wartezeiten zwischen einem und zehn Jahren auf sich nehmen müssen.

Neu war den meisten Besuchern auch, dass Marseille seine Entstehung Allauch verdankt, denn die Tochter des Fürsten Allaudius aus dem Gebiet des heutigen Allauch erwählte den Griechen Prothis zum Gemahl. Dieser war mit seinem Schiff am Alten Hafen gelandet. Als Mitgift erhielt die Fürstentochter das Gebiet um den Alten Hafen. Dort begründete das junge Ehepaar eine Siedlung, aus der das spätere Marseille erwuchs.

Da es auf dem Hügel von Allauch einst fünf Windmühlen gab, durfte auch der Besuch einer renovierten Mühle aus dem Jahr 1729 nicht fehlen. Jeden ersten Sonntag im Monat wird sie heute noch zu Demonstrationszwecken in Betrieb genommen. Rita Sogno erklärte und zeigte den Schülern ausführlich, wie so eine Windmühle funktioniert.

Mittags lud das Partnerschaftskomitee die Schülergruppe und ihre Begleitlehrer zum Mittagessen in ein Restaurant ein. Ganz besonders genossen die Jugendlichen das Nachspeisenbuffet mit frischen Erdbeeren, „mousse au chocolat“ und anderen süßen Köstlichkeiten.

Ein letzter Besuch galt dem Nougatier, wo die jungen Vaterstettener reichlich typische regionale Köstlichkeiten erstanden.

Der Besuch Allauchs war auch in diesem Schuljahr eines der Highlights des Besuchprogramms und das nicht nur wegen des schönen Wetters und der Aussicht bis nach Marseille mit der Kirche „Notre Dame de la Garde“ und den vorgelagerten Inseln, sondern weil man in Allauch immer einen sehr entspannten Tag bei Freunden genießen kann!

Stimmungsvoller Herbst und Winter – Oktober 2017

Während bei uns die bunten Blätter fallen und  ein kühler Herbstwind weht, ist es in unserer Partnerstadt Allauch noch warm und sonnig. Beliebt ist bei allen Besuchern der Place Frédéric Mistral, von dem aus man einen wunderschönen Blick auf Allauch und Marseille hat und wo eine 2013 restaurierte und funktionstüchtige Windmühle zur Besichtigung einlädt. Sie wurde  nach Louis Ricard benannt, einem Bäcker aus Allauch, der sie im Jahre 1729 baute.
Die 5 Mühlen Allauchs sind die Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich befanden sie sich auf dem Platz, wo heute die Kirche St. Sebastian steht, doch als die Kirche gebaut wurde, nahm sie den Mühlen den Wind aus den Flügeln, so daß die Mühlen „umziehen“ mußten. Die Mühle Louis Ricard ist eine „Turmwindmühle“, bei der sich das ganze Dach um 360° drehen kann, damit die Flügel immer in der richtigen Windrichtung sind. Regelmäßig finden Vorführungen über die Funktionsfähigkeit statt – eine Attraktion für Touristen und für uns, wenn wir in unserer Partnerstadt sind.

In Allauch ist die Saison noch nicht beendet, doch wir in Vaterstetten bereiten uns auf den Herbst und Winter vor, den wir mit einem schönen Partnerschaftsprogramm bereichern möchten.
Schon am Montag, den 06. November laden wir alle Interessierten sehr herzlich zu unserem gemütlichen Filmabend ein, der diesmal nicht im Gemeindehaus der Petrikirche, sondern im Cubraum der Kirche Maria Königin in der Brunnenstraße 1 stattfinden wird. In der französischen Originalversion mit deutschen Untertiteln zeigen wir „Frühstück bei Monsieur Henri“. Wie gewohnt, erwarten Sie leckere Quiches und französischer Wein, Einlass ist ab 19:00 Uhr, Beginn des Filmes um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Am Mittwoch, den 22.11.  um 19:30 Uhr findet  unser monatlicher Stammtisch im „Alten Hof“ in Vaterstetten statt, und am 1. Adventswochenende – 02./03.Dezember – ist wieder das französische Komitee auf dem Baldhamer Weihnachtsmarkt mit Spezialitäten aus der Provence vertreten, während im Rathaus die schöne provenzalische Krippe zu sehen ist.
Die offizielle Krippeneröffnung wird im Rahmen einer musikalisch-kulinarischen Matinee am 03.12. im Lichthof des Rathauses stattfinden, zu der wir Sie herzlich einladen möchten: Bei köstlichen Häppchen, Sekt und Saft können Sie den schwungvollen deutsch-französischen Klängen des Münchner Chores Atout Choeur lauschen, der  bereits vor einigen Jahren in Vaterstetten für Begeisterung sorgte. Auch für Gespräche bleibt genügend Zeit. Einlaß ist um 11:00 Uhr, Beginn der Musik um 11:30 Uhr.
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher bei allen Veranstaltungen!

Zurück aus Allauch – Juni 2017

In den Häusern vieler Vaterstettener duftet es jetzt intensiv nach Lavendel, denn kaum ein Teilnehmer an der Allauchfahrt  konnte diesem Duft widerstehen und hat ein Souvenir mitgebracht. Es erinnert uns an die wunderschöne Reise in den Pfingstferien.

Das französische Komitee hatte zum 35. Geburtstag der Partnerschaft ein besonders intensives Programm für uns vorbereitet. Zum Auftakt wanderten wir wieder hoch zu Notre Dame du Château und besichtigten auch die restaurierte Mühle in Allauch, danach fand ein köstliches vielseitiges Büfett unter schattigen Bäumen sehr großen Anklang.
Sonntag und Montag stand ein 2-Tagesausflug in das Dep. Gard statt mit Unterbringung in einer Ferienanlage. Bei den extremen Temperaturen bis zu 36° war das Schwimmbecken dort heiß begehrt. Ein schönes Abendessen und  gemütliche Stunden unter dem lauen Sternenhimmel schlossen sich an. Kleine sehenswerte Ortschaften wurden auf dieser langen Fahrt besichtigt, sowie ein Nougatmuseum in Montelimar.
Am nächsten Tag freuten sich alle auf einen ruhigen Markt- und Badetag in Bandol. Die Hauptattraktion dieses Urlaubs waren jedoch die blühenden Lavendelfelder, an denen man sich einfach nicht satt sehen kann, und die malerische Stadt Moustiers, deren Wahrzeichen –  ein Stern an einer Kette hoch oben zwischen 2 Felsen – in der heißen Sonne glitzerte.
Der offizielle Partnerschaftsabend vereinte Gastgeber, Gäste  und Ehrengäste: Viele Freunde der ersten Stunde, die schon 1982 beim Austausch dabei waren, fielen sich glücklich in die Arme: z.B. Mme Raymond, das Ehepaar Pelaud, Janine Pascal und Jean Aubert aus Allauch, das Ehepaar Molodovsky und Anna Föstl von unserer Seite.

Alles in allem war es eine wunderschöne Reise – nun freuen wir uns auf den Gegenbesuch vom 08. – 15. Juli.

Reise in die sonnige Provence! – Mai 2016

Eine halbe Stunde früher als erwartet trafen 34 Vaterstettener am Freitagabend, den 20. Mai mit dem Bus der Firma Höher aus Kirchseeon in Allauch ein, ohne Staus und Komplikationen. Die Temperaturen waren während der Reise kontinuierlich gestiegen von unter 10° in Vaterstetten auf 25° in der Provence – welch angenehmer Empfang! Besonders gefreut haben wir uns auch über die elektronischen Informationstafeln in Allauch, die jeden Vorbeifahrenden auf unseren Besuch hinwiesen: Im Wechsel stand dort geschrieben: „Herzlich willkommen liebe Freunde aus Vaterstetten“ oder „Bienvenues à nos amis allemands de Vaterstetten“.

Während der ganzen Woche begleitete die Sonne das schöne Programm, das die Franzosen für uns vorbereitet hatten.
Nach dem traditionellen Rundgang durch Allauch am Samstagvormittag schloss sich ein Picknick und ein Spaziergang mit den Gastgebern in der großen Park- und Freizeitanlage von Pichauris an.
Sonntags kamen alle Bewegungsfreudigen  in den Genuss einer schönen vierstündigen Wanderung durch die Collines von Marcel Pagnol, die von der  Umweltorganisation Les Godillots Garrigois zusammen mit der Stadt Allauch organisiert worden war. Insgesamt 80 Teilnehmer genossen die nach Rosmarin und Thymian duftende Landschaft und die  wunderschöne  Aussicht. Bei  der Rückkehr bildete die Folkloregruppe Lei Amis d’Alau ein Spalier, es gab Erfrischungsgetränke und etwas zur Stärkung. Diverse Stände mit einheimischen Produkten wie Honig, Käse  und Safran waren aufgebaut sowie ein Stand der Organisatoren mit Informationen über Mülltrennung und Kompostierung.  Nach einer kurzen Pause bei den Gastfamilien ging es dann zum Partnerschaftsabend. Das mitgebrachte Fass Bier wurde zum Aperitif angezapft, und nach dem leckeren Essen  wurde zu bayrischen und französischen Klängen ausgelassen getanzt.
Am Montag stand eine Fahrt durch die Calanques bei Cassis auf dem Programm, was angesichts des starken Mistrals und des damit verbundenen  Wellengangs zu einem richtigen Abenteuer wurde – so mancher bekam im offenen Bereich des Bootes eine Dusche ab und flüchtete in den Innenraum.  Einige Tapfere entschlossen sich später noch zu einem Bad in den kühlen Fluten der schönen Bucht von Cassis – die Wassertemperatur ist dort grundsätzlich niedriger als anderswo und lag heuer bei 16°! Eine Weinprobe schloss diesen schönen Ausflugstag ab.
Der Dienstag stand im Zeichen des Marseille-Besuches. Die renovierten, zu Verkaufspassagen umfunktionierten ehemaligen Docks und das moderne Einkaufszentrum „Les Terrasses du Port“ beeindruckten uns sehr mit ihrer Architektur und dem tollen Ausblick über den Hafen von Marseille. Am Strand „Prado“ konnte danach wieder erfolgreich die Wassertemperatur getestet werden, und die anschließende Fahrt durch die engen Gassen hoch zur wunderschönen berühmten Kapelle Notre Dame de la Garde meisterte unser Busfahrer  Andi Höher mit Bravour!
Am Mittwoch ging durch eine idyllische Landschaft zur interessanten alten Papiermühle und der Fontaine de Vaucluse, und beim Besuch eines Lavendelmuseums erfuhren wir  alles über die Unterschiede von Lavande und Lavandin  und über alte und moderne Gewinnung der kostbaren Lavendelessenz.
Nachdem wegen des Streiks in Frankreich kaum noch Tankstellen geöffnet waren und für Donnerstag zusätzliche Demonstrationen und Straßenblockaden angekündigt wurden, entschlossen wir uns gemeinsam mit dem Komitee und den Busfahrern, statt des sehr weiten Ausfluges in die Camargue vorsichtshalber in der näheren Umgebung zu bleiben. Das war eine gute Wahl, da wir auf diese Weise bei einem großen Santon-Hersteller alle Einzelheiten der Produktion einer Santon-Figur miterleben durften, vom Klumpen Ton angefangen bis zum eingekleideten und bemalten provenzalischen „Dorfbewohner“. Wir werden sicher an die vielen notwendigen Arbeitsgänge denken, wenn wir im November wieder unsere provenzalische Krippe in Vaterstetten aufbauen! Ein Besuch in dem kleinen Ort Le Castellet, der auf einem Felsen erbaut wurde,  und Baden im inzwischen wärmeren Meer bei Bandol ließen diesen Tag zu einem wunderbaren Finale unserer diesjährigen Reise werden. 

Nun freuen wir uns auf den Besuch von 53 Franzosen bei uns im Juli , für die wir dank unserer engagierten Mitglieder und Allauchfreunde genügend Unterbringungsplätze gefunden haben – herzlichen Dank Ihnen allen!  Der Bus ist ausgebucht, es gibt sogar auch in Allauch eine Warteliste. Welch‘ schöner Erfolg für unsere Partnerschaft!

30 Jahre Partnerschaft – französisches Flair in Vaterstetten – Juli 2012

Die ereignisreiche Festwoche zum 30jährigen Partnerschaftsjubiläum Vaterstetten-Allauch ist vorüber, unsere Gäste sind wieder abgereist.

Das vom Partnerschaftsverein vorbereitete Programm begeisterte die Franzosen: München, Rott a. Inn mit Rokokokirche und den Köstlichkeiten der Confiserie Dengel, Ausstellung über Sisi in Possenhofen und Besuch der Roseninsel, Wunderbares in Kuchlbauers Bierwelt mit dem Hundertwasserturm, der beeindruckende Donaudurchbruch per Schiff und die herrliche Asamkirche in Weltenburg, dazu Schlauchbootfahren, Trampolinspringen und Bogenschießen für die Jugend – alles war sehr gelungen, und selbst das Wetter spielte mit.
Ein großer Erfolg waren auch die Einweihung des Blumen – Allauchwappens neben der Allaucher Mühle in Vaterstetten verbunden mit einem Jodelseminar, das allen außerordentlich viel Spaß machte, der große bayrisch – französische Tanzabend im vollen Festzelt, der Einmarsch zum Volksfest in provenzalischer Tracht und nicht zuletzt der offizielle Partnerschaftsabend in der urgemütlichen Atmosphäre des Gutsgasthofes Stangl in Neufarn.
Die Franzosen waren rundherum begeistert, aber nicht nur vom perfekten Programm, sondern auch von dem überaus herzlichen Empfang durch die Gastfamilien, denen hiermit noch einmal ganz besonders gedankt werden soll.

Neue Festschrift vorgestellt
Der Partnerschaftsverein hat mit sehr viel Liebe und Aufwand zum 30jährigen eine Festschrift erstellt, die Lust auf Vaterstettens Partnerstadt macht: nette Anekdoten und Lieder in 2 Sprachen, wunderschöne Fotos und interessante Informationen über Allauch und Umgebung sowie über die Partnerschaft wechseln einander ab. Die sehr gelungene Broschüre kann ab sofort gegen einen Unkostenbeitrag von 5 € an der Pforte des Rathauses Vaterstetten erworben werden.

Festwoche überschattet von einem Todesfall
Große Betroffenheit und Trauer löste die Nachricht vom plötzlichen Tod Maguy Lebougnecs aus, die wegen einer vorangegangenen Operation in diesem Jahr ausnahmsweise nicht bei den Gästen war. Maguy gehörte seit Anbeginn der Partnerschaft dem Allaucher Komitee an und war seit 30 Jahren fast bei jedem Besuch der französischen Freunde in Vaterstetten dabei, sowohl im Sommer wie zum Weihnachtsmarkt. Temperamentvoll, fröhlich, unglaublich vital trotz ihrer inzwischen über 80 Lebensjahre, strahlte sie eine Lebenslust aus, die jeden beeindruckte. Mit ihrem schönen weißen Zopf dürfte sie fast allen Bürgern der Gemeinde bekannt sein und unvergesslich bleiben.

Merci beaucoup sagen wir vom Partnerschaftsverein allen Helfern bei dieser inhaltsreichen Festwoche und allen Gastgebern, die sich wieder so nett und herzlich um unsere französischen Freunde gekümmert haben. Veranstaltungen am laufenden Band, bringen, abholen, frühes aufstehen, Picknick vorbereiten und bekochen – es war eine arbeitsintensive Zeit für Sie alle, und oft hieß es früh aufstehen und spät schlafen gehen. Es ist wunderbar, dass sowohl bekannte Freunde wie auch unbekannte neue Gäste von Ihnen mit offenen Armen aufgenommen und verwöhnt wurden – nochmals ganz herzlichen Dank Ihnen allen!

Unsere Allauchreise – Juni 2010

In den Pfingstferien rollte wieder ein großer Reisebus von Vaterstetten nach Allauch.
An Bord waren nicht nur frankophile Bürger der Gemeinde, sondern auch noch jede Menge Bilder. In Allauch hatte man nämlich in der “Galerie des Vieux Bassin” eine Ausstellung organisiert, die Werke von Künstlern beider Partnergemeinden zeigte. So waren die mitreisenden Malerinnen gleich am Tag nach der Ankunft damit beschäftigt, die Wände dieses ehemaligen Wasserspeichers mit ihren Arbeiten zu dekorieren.

Der Rest der Truppe konnte währenddessen bei einem ausgiebigen Spaziergang durch die Partnerstadt alle Sehenswürdigkeiten kennenlernen: Die Kirche, die “echte” Mühle, deren “Doublette” ja bei uns nahe dem Erholungsgelände zu bewundern ist, die Altstadt mit ihren netten Gässchen und natürlich die Kapelle Notre Dame du Château auf dem Hügel ganz oben.
Auf dem Weg hinauf birgt ein alter Torbogen ein Orakel: Wer es schafft, ein Steinchen in die Nische zu werfen, ohne dass dieses dann wieder herunterfällt, der wird im Laufe des Jahres noch Hochzeit feiern. Ob das Orakel Recht behält, wird sich zeigen, denn ein Vaterstettener, dessen Steinchen fest liegen blieb, war mit seiner Freundin gekommen – nun werden Pläne geschmiedet.

Die engen Straßen der provenzalischen Städtchen stellten immer wieder größte Herausforderungen an den großen Reisebus und seinen Fahrer. Aber was auch immer auf dem Programm stand, die Gruppe ist gut angekommen: Marseille, die zweitgrößte Stadt Frankreichs und auch Metropole der Provence mit dem alten Hafen verleitet zum Shoppen. Senanque, eine wunderschöne romanische Abtei inmitten von Lavendelfeldern, brachte den Ausgleich zur Besinnlichkeit. Goldgelbe Schuhe holten sich die Reiseteilnehmer bei der Wanderung durch die Ockersteinbrüche in Roussillon.
Ein Ausflug an die Côte Bleue mit baden im Meer machte besonders viel Spaß, als wir hörten, dass in Vaterstetten 9 Grad und Regen angesagt waren. Am zweiten Strandtag blies dann ein kräftiger Mistral, aber trotzdem fand eine herrliche Bootsfahrt auf dem schaukelnden Meer statt. Zwar musste das geplante Schwimmen ausfallen, doch “unsere” Rita hatte sofort ein Ersatzprogramm bereit: so lernten wir noch die schöne Stadt Martigue kennen und konnten unterwegs bei einer Genossenschaft eine ausgiebige Weinprobe machen! Interessant war auch der Besuch einer kleinen Calissons-Fabrik in Aix-en-Provence: hier wurde noch mit viel Handarbeit diese köstliche Süßigkeit hergestellt und es wurde allen klar, weshalb Calissons so teuer sind.
Natürlich kam neben all der Kultur auch die Geselligkeit an keinem Tag zu kurz. Das französische Komitee lud zu verführerischen Buffets unter freiem Himmel mit selbstgemachten landestypischen Leckereien, und nach dem zweiten Gläschen Wein waren wie immer alle eventuellen Sprachprobleme vergessen.

Nach solch einer turbulenten Woche fällt der Abschied schwer, aber es ist ja nur eine Trennung für wenige Wochen bis man sich wiedersieht. Bereits im Juli besuchen zwei Allaucher Gruppen Vaterstetten.