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Dezember 2011 - Weihnachtsmarkt in Allauch

Während es in Vaterstetten am dritten Adventswochenende stürmte und schneite freuten sich drei Damen aus dem französischen Partnerschaftsverein im luftigen Dirndl über 20 Grad und strahlenden Sonnenschein auf dem Weihnachtsmarkt in der Provence. Seit fast 30 Jahren kommt das Komitee aus Allauch im Dezember nach Vaterstetten um dort provencialische Spezialitäten zu verkaufen. Heuer hatten sich zum ersten Mal drei Mitglieder aus dem hiesigen Partnerschaftsverein entschlossen, die Bayrische Kultur zu Weihnachten auf dem Weihnachtsmarkt in Allauch zu präsentieren.

Doch nicht nur das Wetter gab Anlaß zur Freude – die Geschäfte liefen gut: Hausgemachte Plätzchen aus 20 Kilo Mehl und fast 10 Kilo Butter hat Helga Stockmar im Handgepäck mit nach Allauch genommen. Dazu einen Karton Ministollen aus der Küche von Melanie Kirchlechner. Schließlich wollten die drei Vaterstettener Komiteemitglieder in der provencalischen Partnerstadt typisch bayrische Weihnachtsartikel zum Kauf anbieten. Schon im Sommer haben die Damen Adventskränze und Gestecke aus haltbaren Naturmaterialien gebastelt und mit dem Bus nach Frankreich geschickt. Für den verwöhnten fanzösischen Gaumen gabe es heißen Bratapfellikör mit einem Tupfer Schlagsahne ( Amour chaud ) oder einen „kalten Kuss“ ( baiser froid ), eine weihnachtliche Spezialität aus kaltem weißem Glühwein im Angebot. „ Bei Temperaturen um 20 Grad war der kalte Cocktail gerade recht“, freuen sich die Marktfrauen, die unterstützt von ihren Männern fast alle Ware verkaufen konnten. Besonders beliebt war bei den französischen Klienten auch der „bayrische Türsteher“ - ein freundlich lächelnder hölzerner Hirsch ( natürlich in Vaterstetten von Hand gemacht ), der jetzt vor vielen Allaucher Türen die „Jumelage“ verkündet.

August 2011 - Bierfest in Allauch

Schon beim Beladen des Busses wäre es auch einem Außenstehenden klar geworden wohin die Reise geht: Musikinstrumente ohne Ende und …. Bierkästen. So gehört sich das auch, wenn sich Musiker und Trachtler im August auf den Weg von Vaterstetten nach Allauch machen zum dortigen fé`te de la bière – zum Bierfest. Die Gastfamilien wünschen sich als Mitbringsel schlicht einen Träger Münchner Bier, gerne auch ein Stück Geräuchertes oder Weißwürste ( leider nicht sehr stilecht nur in Dosen transportierbar). Dieses Jahr hatte die Neufarner Trachtenjugend zur musikalischen Unterstützung die Musikkapelle Gelting ( nahe Poing ) mit dabei. Und die spielten in der zum bayrischen Bierzelt umgestalteten Allaucher Mehrzweckhalle zünftig auf. Für Fassbier war ebenso gesorgt wie für Hendl und Kartoffelsalat. Und nicht nur die Vaterstettener Delegation erscheint zum Bierfest in traditioneller Tracht. Im Laufe der fast dreißigjährigen Städtepartnerschaft hat sich so mancher Allaucher Dirndl oder Lederhose zugelegt, die zu dieser Gelegenheit natürlich stolz getragen werden.

Das Bierfest ist zwar der Anlaß zur Reise im August, aber deshalb kommt das Rahmenprogramm, das das französische Partnerschaftskomitee zusammenstellt nie zu kurz: Das Roussillon, Cassis, Marseille,eine Bootsfahrt in die Calanques, ein Besuch im Lavendelmuseum und natürlich Baden an verschiedenen Stränden der Gegend.

Mal sehen, ob die Stimmung zum dreißigjährigen Jubiläum im nächsten Jahr noch steigerbar ist.

Juli 2011 - Unsere Jugend beim Einzug zum Volksfest

Juli 2011 - Freunde aus Allauch in Vaterstetten

Die Lüftlmalerei begeisterte die Franzosen. Päuschen auf einem Bankerl in Garmisch


Vom 11. bis 17. Juli fand wieder der traditionelle Besuch aus Vaterstettens Partnerstadt Allauch statt. Viele der 36 Franzosen aus der Provence kamen zum ersten Mal nach Bayern und waren sichtlich begeistert von unserer schönen Region und der großen Gastfreundschaft unserer Bürger. Der Partnerschaftsverein hatte wie immer ein vielseitiges Programm vorbereitet, dem auch Petrus wohlgesonnen war: bei fast allen Ausflügen lachte die Sonne! So konnten nach der Münchenbesichtigung mit französischer Führung das anschließende Picknick im Englischen Garten eingenommen und am folgenden Tag der Besuch von Garmisch-Partenkirchen mit einer Seilbahnfahrt und einer Sommerrodelpartie gekrönt werden!

Das Programm für den Tag am Tegernsee wurde aufgrund des regnerischen Wetters spontan geändert: statt Wanderung auf die Neureuth und Rundfahrt auf dem See genossen die französischen Freunde die bayrische Atmosphäre im Bräustüberl , eine hochinteressante Führung durch die neue Naturkäserei bei Kreuth und einen Besuch in einem Trachtenoutlet, wo der eine oder andere noch etwas Passendes für das abendliche Vaterstettener Volksfest erstand. Die gemeinsame Teilnahme am großen Festumzug und der Abend im Festzelt waren ein weiterer Höhepunkt dieses Tages.

Der Freitagvormittag stand im Zeichen des Hopfens: nach einer Fahrt durch die Hallertau war die Führung durch das Hopfenmuseum in Wolnzach für alle sehr informativ und endete mit einer zünftigen Brotzeit draußen vor dem Museum: die begleitenden Damen vom Partnerschaftsverein hatten Biertische und Bänke mitgebracht und servierten zur großen Freude der Franzosen auf blaukarierten Tischtüchern Brezn, Obazdn , Bier und Limo.

Weiter ging es dann nach Ingolstadt mit kurzer Stadtführung und anschließendem ausgiebigen Besuch des Audimuseums und Audiwerkes. Gespannt verfolgten alle die Autofabrikation und waren sehr beeindruckt von dem fast unheimlichen Zusammenspiel von Menschen und Robotern.

Nach diesen ausgefüllten Tagen stand der Samstag den Gastgebern für eigene Aktivitäten mit ihren Gästen zur Verfügung, bevor sich am Abend alle gemeinsam zum Partnerschaftsfest trafen. Bei milder Luft saß man bis in die Nacht hinein an wunderschön gedeckten Tischen im Biergarten der „Post“ in Parsdorf und ließ es sich schmecken. Dazu spielte traditionell die beliebte Ammerthaler Blasmusik, und nach den kurzen offiziellen Reden wurde begeistert im Biergarten getanzt. Auch musikalische Überraschungen wurden geboten: Die Allaucher Freunde, die übrigens während der Ausflüge immer bekannte französische Chansons zu Mundharmonikabegleitung sangen (!) , hatten unter der Leitung von Marc Schmitt ein paar Lieder einstudiert , die sie uns fröhlich vortrugen, und dann verzauberte die junge Nicole Reichel aus Markt Schwaben alle mit ihrer wunderschönen Stimme und ihrem Gitarrenspiel – sie hatte bereits im Juni in Allauch für Begeisterung gesorgt durch ihren spontanen Auftritt beim dortigen Partnerschaftsfest.

Als am folgenden Sonntagnachmittag die Abreise der Franzosen auf dem Programm stand, floss so manche Abschiedsträne. Alle waren sich einig: es war ein rundherum gelungener Aufenthalt. Das Partnerschaftskomitee bedankt sich hiermit nochmals ganz herzlich bei allen Gastgebern für die wunderbare Betreuung der Gäste! Ein junger 18jähriger Franzose blieb übrigens noch für weitere 2 Wochen in Vaterstetten, um seine Deutschkenntnisse zu verbessern . Er besuchte während dieser Zeit mit den Jugendlichen der jeweiligen Gastfamilien sowohl die Realschule wie auch das Gymnasium. Auch hier HERZLICHEN DANK – MERCI BEAUCOUP an alle, die sich um ihn gekümmert haben!

 

Juni 2011 - Unsere Reise nach Allauch

Schön war’s!

Eine wunderbare Woche verbrachten 22 Jugendliche und 26 Erwachsene vom 17.-25. Juni 2011 in der herrlichen Provence. Bei traumhaftem Wetter gab es täglich ein neues Highlight, zumal der Aufenthalt diesmal in die Allaucher St.-Jean-Festwoche (Sonnwend) fiel.

Nach einer langen Busfahrt und herzlichen Begrüßung durch das französische Komitee und viele auch neue Gastgeber, hatte man zum Auftakt wieder zum traditionellen Picknick in die Collines d’Allauch geladen. Bei provenzalischen Spezialitäten – zubereitet von den Gastgebern und dem Komitee - eine gute Möglichkeit, Bekannte und Freunde zu treffen.

Zum Flohmarkt in den Straßen Allauchs und beim anschließenden Sardinenessen blies anderntags dann kräftig der Mistral, dem Frau Frick und Frau Reinweber von der Baldhamer Stubnmusi aber erfolgreich trotzten: alle Zuhörer waren begeistert über die zarten Klänge von Gitarre und Hackbrett , ein wunderbarer Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft!

Auch beim „Abend der Musik“ , an dem in lauer Luft unglaublich viele Menschen durch Allauchs Straßen schlenderten und die unterschiedlichsten musikalischen Darbietungen genossen, und später noch einmal beim Partnerschaftsfest verwöhnten diese beiden Vollblutmusikerinnen die französischen Freunde mit ihrer Musik.

Das Allaucher Komitee hatte wie jedes Jahr wieder vielseitige Ausflüge geplant: Das Steinhüttendorf „Les Bories“, die Fontaine de Vaucluse und die beeindruckende alte Papiermühle, die in voller Blüte leuchtenden unendlichen Lavendelfelder bei Valensole und der malerische kleine Ort Moustiers gefielen allen sehr.

Ein besonderes Erlebnis war diesmal die Bootsfahrt durch die 8 Calanques (Felsbuchten) bei Cassis, denn plötzlich auftretende Nebelschwaden während der Rückfahrt verhüllten die riesigen Felsformationen immer mehr. Schließlich lagen Felsen und Meer in dichtem Nebel , doch der Bootsführer erreichte mit Hilfe seiner Instrumente sicher den Hafen von Cassis. Kaum angekommen, riß der Himmel wieder auf und ermöglichte noch wunderbare Stunden am Strand.

Ein tolles Erlebnis war auch die Kanufahrt mit professioneller Begleitung für die Jugend . Eine Vielzahl von kunterbunten Kanus startete im strömenden Fluß, und das eine oder andere Bad wurde offensichtlich sehr gern in Kauf genommen!

Das Highlight des Aufenthaltes war sicher der Abend des Sonnwendfeuers. Fast alle Reiseteilnehmer nahmen in bayrischer Tracht am großen Festzug durch Allauch teil. Zusammen mit vielen Trachtengruppen und geschmückten Pferdewagen ging es zum Théâtre de la nature , wo sich alle Mitwirkenden einschließlich der Vaterstettener direkt um das hoch aufgeschichtete Holz aufstellen durften. Nach schönen Gesangs– und Tanzdarbietungen mehrerer Trachtengruppen kam dann der Höhepunkt des Abends: das Entzünden des Johannisfeuers vor der malerischen Felskulisse der Freilichtbühne.

Angefacht durch einen kräftigen Wind stiegen die Flammen hoch in den Himmel und zu den Seiten, eine sengende Hitze ließ die vielen Zuschauer ein wenig zurücktreten und begeistert dem lauten Prasseln zuschauen. Die Vaterstettener Reisegruppe durfte sogar an der fröhlichen Farandole aller Trachtengruppen um das riesige Feuer teilnehmen. Als dies dann erstaunlich schnell heruntergebrannt war, fand das traditionelle Springen über die Glut statt. Viele sportliche und mutige junge Männer und sogar ein paar junge Mädchen trauten sich diesen waghalsigen Sprung zu. Alles in allem ein sehr beeindruckender Abend!

 

Der Besuch von Marseille , viele Stunden am dortigen Strand und ein gelungenes Partnerschaftsfest rundeten die schöne Woche in Allauch dann ab , und nur ungern strebten 48 Reisende wieder der Heimat zu, wo allerdings schon in Kürze, nämlich vom 11.-17.7. die französischen Freunde aus Allauch zum Gegenbesuch erwartet werden!

April 2011 - Jumelage mit dem Fahrrad

In kleiner Runde aber hochmotiviert radelten Mitglieder aus dem Vorstand beider Partnergemeinden rund um den Bodensee. Tagsüber hieß es da schon ein wenig Disziplin halten, denn die Tagesetappen von 70 bis 80 km mussten eingehalten werden. Doch am Abend war die Anstrengung bei einem Gläschen Bodenseewein gleich wieder vergessen. Lustig war´s ....

Dezember 2010 - Hochzeit in Vaterstetten

Nach 25 Jahren Pause war es endlich wieder soweit: am 4.12. heiratete ein Franzose aus Allauch in Vaterstetten! 1985 war es die Vaterstettenerin Birgit Wichelhaus, die ihren Monsieur Ollive aus Allauch heiratete, diesmal waren es Laurent Rovera aus der Partnerstadt und seine französische Freundin Jamila Zitouni, die sich eine Trauung bei uns gewünscht hatten. Sie wohnen zwar nicht in unserer Gemeinde, haben jedoch durch unsere langjährige Partnerschaft mit Allauch herzliche Bande nach Vaterstetten geknüpft, wo sie sich ein bisschen „wie zu Hause“ fühlen – sie waren deshalb auch schon im Frühjahr beide Mitglied des Partnerschaftsvereins geworden, und die Eltern Rovera waren im Sommer mit dem Allaucher Bus angereist. Am Hochzeitstage wurde dieses heimatliche Gefühl noch verstärkt durch die wunderschöne provenzalische Krippe im Rathaus und zusätzlich durch deutsche, französische, bayrische und EU-Fähnchen sowie die große Partnerschaftsfahne mit der Aufschrift „Zwei Gemeinden wachsen zusammen“. Zur großen Freude der Brautleute und der beiden angereisten Elternpaare hielt Herr Niedergesäß die herzliche Traurede auf Französisch und konnte dem jungen Ehepaar ein Stammbuch mit den Wappen Allauchs und Vaterstettens überreichen. Mit einem wunderschönen Blumenstrauß, der DVD über unsere Gemeinde in französischer Sprache, mit dem deutsch-französischen Kochbuch und einem typisch deutschen Sekt serviert auf einem provenzalischen Tischtuch wurde diese Hochzeitsfeier wieder ein Mosaiksteinchen in der langjährigen deutsch-französischen Partnerschaft und Freundschaft. Wir wünschen der jungen Familie alles alles Gute, insbesondere auch für ihren kleinen Loucas, der viel zu früh auf die Welt kam und den Hochzeitstag seiner Eltern leider versäumen musste, da er noch die Pflege der Klinik benötigt.

November 2010 - Provenzalische Krippe im Lichthof des Rathauses

Die Franzosen bereichern zum Jahresabschluss jeweils unseren Christkindlmarkt am 1. Advent mit provenzalischen Spezialitäten. Gleichzeitig wird im Rathaus eine große provencalische Krippenlandschaft mit Santons (Krippenfiguren) aus der Werkstatt des Allaucher Künstlers Gilbert Orsini aufgebaut, die der Ortschaft Allauch nachempfunden wurde.

November 2010 - Allauch zu Gast beim Christkindlmarkt in Baldham

Wie immer kurz vor dem 1. Advent, reiste eine französische Delegation aus unserer Partnerstadt Allauch an. Diesmal so rechtzeitig, dass sie am Freitag an dem vom Partnerschaftsverein organisierten Busausflug nach Schloß Tüßling teilnehmen konnten. Der Andrang von interessierten Mitfahrern war so groß, dass bei schönstem Winterwetter gleich zwei Busse – bunt durchmischt von Deutschen und Franzosen - zu diesem wirklich sehenswerten Weihnachtsmarkt fuhren.

Der Samstagnachmittag stand traditionsgemäß unter dem Zeichen der Eröffnung der provenzalischen Krippe im Rathaus. Wieder einmal hatte ein vielköpfiges Team unter der Leitung von Brigitte Hankofer in tagelanger Arbeit die unzähligen Santons zu einer sehr sehenswerten Krippenlandschaft zusammengestellt – ganz herzlichen Dank an alle Mitwirkenden! Das Partnerschaftskomitee hatte selber vorweihnachtliches Gebäck hergestellt, und bei Kaffee, Tee und Glühwein genoß eine Vielzahl von Besuchern das Nachmittagsprogramm an der Krippe: Zum Auftakt spielte der junge Frederik Kammel ein Trompetensolo , danach sang der niedliche Kinderchor „Crescendo“ der Musikschule Vaterstetten unter der Leitung von Dr. Matthias Gerstner und seiner Frau stimmungsvolle adventliche Lieder, und wie jedes Jahr durften wir anschließend ausgiebig den mal zarten , mal schwungvollen Klängen der Baldhamer Stubnmusi lauschen, die uns seit vielen Jahren an diesem Nachmittag mit ihren schönen Musik verwöhnt – Ihnen und Euch allen vielen vielen Dank! Nach den Ansprachen von Bürgermeister Robert Niedergesäß und der 1. Vors. Ursel Franz gab es noch ein unerwartetes Highlight: Eine vierköpfige Delegation aus unserer Partnerstadt Trogir war zusammen mit dem 1. Vors. des Partnerschaftsvereins Michal Baier bei der Krippenfeier anwesend, darunter ein Opernsänger und eine Pianistin, die uns eine wunderschöne deutsch-kroatische Kostprobe ihres Könnens darbrachten als Hinweis auf ihre Matinee am Adventssonntag an der provenzalischen Krippe. Auch bei diesen Künstlern möchten wir uns sehr herzlich bedanken und dazu auch gleich bei allen Besuchern der Krippenfeier, die sich so spendenfreudig zeigten!

Für die Franzosen und deren deutsche Gastgeber war der Abend noch lange nicht zu Ende: eine kurze, besinnliche Feier in der wunderschönen kleinen Kirche von Weißenfeld schloß sich an, mit den stimmungsvollen Melodien des Kirchseeoner Zwoag’sangs und ihres Harfinisten, mit den von Benedikt Weber eindrucksvoll vorgetragenen bayrischen Gedichten und der amüsanten französischen Geschichte , die mit verteilten Rollen vom Partnerschaftskomitee aus Allauch vorgetragen wurde. Ganz herzlichen Dank allen Mitwirkenden und besonders auch dem Messner, Herrn Koch, der für eine wunderschöne Beleuchtung und angenehme Wärme gesorgt hatte und uns Interessantes über die Kirche berichtete! Der Abend endete bei einem köstlichen Essen im Gutsgasthof Stangl in Neufarn, wo wir zusammen mit den kroatischen Freunden und ihren hiesigen Partnern einen fröhlichen, musikalisch untermalten Abend verbrachten – auch der Wirtin Frau Fauth danken wir nochmals herzlich für all die Köstlichkeiten, die sie uns auftischte! So gestärkt boten die Franzosen am Folgetag ihre vielen provenzalischen Produkte auf dem Weihnachtsmarkt in Baldham an – Reste wurden anschließend während der Krippenöffnungszeiten im Rathaus vom Partnerschaftsverein für die Franzosen verkauft.

Der Montag brachte die traditionelle gemeinsame Sitzung, bei der u.a. auch die Aktivitäten des Jahres 2011 auf der Tagesordung standen. So viel sei schon verraten: unser Bus wird voraussichtlich vom 17.-24.6. nach Allauch fahren, und der Bus der Franzosen ist auf jeden Fall wieder im Juli bei uns. Der genaue Termin steht noch nicht fest, aber eines ist wohl schon sicher: dass die Franzosen ihren Nationalfeiertag 14. Juli hier verbringen, zumal das der Eröffnungstag des Volksfestes in Vaterstetten ist – ein Highlight , dass sich die Allaucher Freunde nur sehr ungern entgehen lassen! Wer schon jetzt Lust verspürt, im Sommer Franzosen bei sich aufzunehmen, kann sich unverbindlich melden bei ursel.franz@partnerschaft-vaterstetten-allauch.de (oder Tel. 08106-7080). Im Frühjahr 2011 werden wir dann zu Ihnen Kontakt aufnehmen. Der Anmeldungstermin für die Reise nach Allauch wird rechtzeitig in der Presse bekannt geben.

Wir wünschen all unseren Lesern ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr! Bonne année et à bientôt !

Juli 2010 - Besuchs des Chors "Le Theléme"

Ein besonderes Erlebnis in diesem Jahr war der Besuch dieses Männerchors aus Marseille unter der gekonnten Leitung einer netten jungen Dame. Bei extremer Hitze fand ein beeindruckendes Konzert im Rathaus Vaterstetten statt, in Anwesenheit der großen Reisegruppe aus Allauch, die pünktlich zum Veranstaltungsbeginn am Rathaus vorfuhr.

Juni 2010 - Unsere Allauchreise

In den Pfingstferien rollte wieder ein großer Reisebus von Vaterstetten nach Allauch. An Bord waren nicht nur frankophile Bürger der Gemeinde, sondern auch noch jede Menge Bilder. In Allauch hatte man nämlich in der "Galerie des Vieux Bassin" eine Ausstellung organisiert, die Werke von Künstlern beider Partnergemeinden zeigte. So waren die mitreisenden Malerinnen gleich am Tag nach der Ankunft damit beschäftigt, die Wände dieses ehemaligen Wasserspeichers mit ihren Arbeiten zu dekorieren. Der Rest der Truppe konnte währenddessen bei einem ausgiebigen Spaziergang durch die Partnerstadt alle Sehenswürdigkeiten kennenlernen: Die Kirche, die "echte" Mühle, deren "Doublette" ja bei uns nahe dem Erholungsgelände zu bewundern ist, die Altstadt mit ihren netten Gässchen und natürlich die Kapelle Notre Dame du Château auf dem Hügel ganz oben. Auf dem Weg hinauf birgt ein alter Torbogen ein Orakel: Wer es schafft, ein Steinchen in die Nische zu werfen, ohne dass dieses dann wieder herunterfällt, der wird im Laufe des Jahres noch Hochzeit feiern. Ob das Orakel Recht behält, wird sich zeigen, denn ein Vaterstettener, dessen Steinchen fest liegen blieb, war mit seiner Freundin gekommen - nun werden Pläne geschmiedet.

Die engen Straßen der provenzalischen Städtchen stellten immer wieder größte Herausforderungen an den großen Reisebus und seinen Fahrer. Aber was auch immer auf dem Programm stand, die Gruppe ist gut angekommen: Marseille, die zweitgrößte Stadt Frankreichs und auch Metropole der Provence mit dem alten Hafen verleitet zum Shoppen. Senanque, eine wunderschöne romanische Abtei inmitten von Lavendelfeldern, brachte den Ausgleich zur Besinnlichkeit. Goldgelbe Schuhe holten sich die Reiseteilnehmer bei der Wanderung durch die Ockersteinbrüche in Roussillon.

Ein Ausflug an die Cote Bleue mit baden im Meer machte besonders viel Spaß, als wir hörten, dass in Vaterstetten 9 Grad und Regen angesagt waren. Am zweiten Strandtag blies dann ein kräftiger Mistral , aber trotzdem fand eine herrliche Bootsfahrt auf dem schaukelnden Meer statt. Zwar mußte das geplante Schwimmen ausfallen, doch "unsere" Rita hatte sofort ein Ersatzprogramm bereit: so lernten wir noch die schöne Stadt Martigue kennen und konnten unterwegs bei einer Genossenschaft eine ausgiebige Weinprobe machen! Interessant war auch der Besuch einer kleinen Calissons-Fabrik in Aix-en-Provence: hier wurde noch mit viel Handarbeit diese köstliche Süßigkeit hergestellt und es wurde allen klar, weshalb Calissons so teuer sind.

Natürlich kam neben all der Kultur auch die Geselligkeit an keinem Tag zu kurz. Das französische Komitee lud zu verführerischen Buffets unter freiem Himmel mit selbstgemachten landestypischen Leckereien, und nach dem zweiten Gläschen Wein waren wie immer alle eventuellen Sprachprobleme vergessen.

Nach solch einer turbulenten Woche fällt der Abschied schwer, aber es ist ja nur eine Trennung für wenige Wochen bis man sich wiedersieht. Bereits im Juli besuchen zwei Allaucher Gruppen Vaterstetten.