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August - Franzosen lernen bayrischen Volkstanz

Auch heuer stand der letzte August-Samstag in Allauch im Zeichen der Festzeltatmosphäre des Münchner Oktoberfestes. 400 Gäste besuchten diese traditionelle Veranstaltung, die seit über 20 Jahren vom französischen Partnerschaftskomitee organisiert wird. Mit viel Mühe und Aufwand war die Turnhalle der Realschule wieder in eine bayrisch weiß-blau geschmückte Festhalle verwandelt worden, und zu original Oktoberfestbier wurden Würstl mit Kraut oder Hähnchen mit Pommes frites serviert.

Dazu spielte die Ammerthaler Blasmusik auf, und erstmalig in Allauch zeigte die Seetaler Trachtengruppe aus Kirchseeon ihr großes Können. Sie wurde von der Bevölkerung mit Begeisterung aufgenommen, und so manche Französinnen und Franzosen konnten sich dem Charme der temperamentvollen Volkstänzer nicht entziehen und hatten Spaß daran, selber diese schönen bayrischen Tänze zu erlernen. Aber auch bei Walzer, Tango oder Discofox forderten die Seetaler unsere provenzalischen Freunde immer wieder zum Tanz auf, so dass beste Stimmung im Saal herrschte.

Ein zusätzliches Highlight waren die Seetaler Goaßlschnoizer, die das Publikum rasch in ihren Bann zogen. Als das Fest weit nach Mitternacht ausgeklungen war, übte sich noch so mancher Franzose - männlich wie weiblich - in der Kunst des Schnoizens.

So wurde wieder einmal bayrisches Brauchtum unseren Freunden in der Provence nähergebracht und wird sicher einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dank des unermüdlichen Einsatzes der Seetaler Trachtler, der Ammerthaler Blasmusik und natürlich des französischen Partnerschaftskomitees, das sich nicht nur um das Wohlergehen aller kümmerte, sondern auch noch ein schönes Ausflugsprogramm für die deutschen Gäste organisiert hatte. Merci beaucoup – vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten!

 

Allauch – Sehenswerte Kulturhauptstadt der Provence

Am 7. April dieses Jahres wurde die Gemeinde Allauch als „Kulturhauptstadt der Provence“ ausgezeichnet! Aus 119 Bewerbern der Region Boûches du Rhône wurden nur 4 Gemeinden ausgewählt, und wir sind stolz, dass unsere Partnergemeinde dazugehörte. Diese Ehrung entspricht - allerdings in viel kleinerem Rahmen - dem Titel der „Kulturhauptstadt Europas“ , wie er vor wenigen Jahren der Stadt Marseille zugesprochen wurde.

Die Aufrechterhaltung der provenzalischen Traditionen war dem Allaucher Bürgermeister und den Allaucher Bürgern schon immer sehr wichtig, und so gibt es im Laufe des Jahres regelmäßig wiederkehrende und auch immer wieder neue kulturelle Veranstaltungen, die von zahlreichen Vereinen und Ehrenamtlichen organisiert werden.

Festumzüge in provenzalischer Tracht mit Ansprachen in provenzalischer Sprache, Malerei, Musik, Strassenkunst, Freilichttheater, Ausstellungen, der Tag des Esels, der Abstieg der Hirten mit ihren Schafen am 24.12. von der Kapelle Notre Dame du Château – unzählig sind die regelmäßigen Höhepunkte in Allauch. Dazu gehört natürlich auch die beeindruckende „Welt der Santons“ des Künstlers Gilbert Orsini, die alljährlich in dem ehemaligen Elektrizitätswerk zur Advents- und Weihnachtszeit viele Besucher anzieht – genau wie die Orsini-Santons in unserer Weihnachtskrippe in Vaterstetten.

Und nun hat auch noch der „Guide Michelin“ Allauch mit einem * versehen, damit jeder weiß, was wir schon lange wissen: dass Allauch mit seiner wunderbaren Lage zwischen Marseille und Aix-en-Provence immer wieder eine Reise wert ist!

Wir gratulieren unseren Partnern und Freunden sehr herzlich zu diesen beiden Auszeichnungen!

 

 

Juli - ein Monat voller Highlights

Ereignisreiche Tage liegen hinter uns. Kamen in diesem Jahr nur 17 Franzosen aus Allauch mit Flugzeug, Bahn oder Privatautos nach Vaterstetten, so war das Programm jedoch reich gefüllt. Dazu trug natürlich auch die Fußballweltmeisterschaft bei, denn schon am Ankunftstag fanden sich alle im gemütlichen Café des SC Baldham ein, um das Viertelfinale der WM gemeinsam anzuschauen. Das Halbfinale fiel dann mit dem Partnerschaftsabend zusammen und musste mit dem „Freundschaftsmenü“ im Gasthof Schlammerl konkurrieren. Dort hat übrigens so mancher das Schnupfen mit einer echt bayrischen Schnupfmaschine gelernt! Zum WM-Finale waren dann alle Allaucher Freunde wieder in ihrer Heimat und konnten leider nicht an dem von Bürgermeister Reitsberger anberaumten Public Viewing der Partnerschaftsländer teilnehmen.

Wir gratulieren der französischen Fußballmannschaft zu ihrem WM-Erfolg!

Während der Woche war das immer sonnige, aber nicht zu heiße Wetter optimal für die geplanten Unternehmungen. Das beliebte Picknick unter den Obstbäumen des Reitsberger Hofes, das Bogenschießen, an dem diesmal auch erfreulich viele Erwachsene teilnahmen, die Ausflüge – alles war perfekt. In München waren die hochinteressante alte Hofbräukunstmühle und der Tanzkurs im Hofbräuhaus zur Vorbereitung des Kocherlballes für viele Franzosen ein ganz neuer Aspekt, und in Andechs belohnte sich so mancher nach erfolgreichem Aufstieg mit Schweinshaxn, Germknödel und einem schäumenden kühlen Getränk. Auch das öffentliche Grillerlebnis mit Musik bei „Feierabend im Kleinen Theater Haar“ war ein voller Erfolg. Der Höhepunkt war aber sicher für alle die Fahrt zum Königssee. Der vom deutschen Komitee angemietete Bus war im Nu ausgebucht, so dass eine fröhliche deutsch-französische Gruppe bis zur Fischunkelalm am malerischen Obersee oder sogar bis zum Wasserfall wanderte.

Neue Freundschaften wurden geschlossen zwischen Franzosen und Deutschen, aber auch zwischen Franzosen und Franzosen, die sich vorher nicht gekannt hatten.

 

Ein Hoch auf die Partnerschaft!

 

Juli - Match der Partnerschaften

Ein WM-Finale zwischen zwei der drei Partnerländer Vaterstettens – viele hatten es sich gewünscht. Jetzt ist es Realität. Und am Sonntag wird ab 16:30 Uhr gemeinsam zum Partnerschafts-Viewing in der Reitsberger-Halle (freier Eintritt für alle!) eingeladen. Grund genug für Alexander Bestle, den 2. Vorsitzenden der „Partnerschaft mit Alem Katema“ seine Vorstandskollegen Ursel Franz („Partnerschaft mit Allauch“) und Michael Baier („Partnerschaft mit Trogir“) zum „Match der Partnerschaften“ zu interviewen.

Bestle: Also eines können wir mir großer Sicherheit voraussagen: Äthiopien wird nicht Fußballweltmeister. Selbst den von der FIFA nominierten äthiopischen Schiri konnten wir in Russland nicht ausmachen. Frau Franz, wer wird jetzt am Sonntag Weltmeister?

Franz: Ich tippe auf die Franzosen, weil sie nicht so lange anstrengende Spiele hatten wie die Kroaten. Frankreich gewinnt 2:0.

Bestle: Herr Baier, warum wird Kroatien Weltmeister?

Baier: Kroatien hat nichts zu verlieren. Das Team hat endlich den Schatten des legendären 98er-Teams abgelegt. Außerdem wird das Team von einer Welle der Begeisterung getragen. Also: 2:1.

Bestle: Wer von Ihnen beiden würde auf „sein“ Team wetten? Was gibt es für den anderen Partnerschaftsverein, wenn die Wette verloren geht?

Baier: Ich wette natürlich auf die Vatreni, die jetzt auch den letzten Schritt machen. Wenn aber Frankreich den zweiten Titel holt, spendieren wir 30 Liter Bier – wann, das müssen wir noch festlegen.

Franz: Natürlich tippe ich auf Frankreich, auch weil sie jüngere Spieler haben. Aber im Fall der Fälle hat sich unser Kassier schon bereiterklärt, ein 30-Liter-Fassl zu spendieren.

Bestle: Die Äthiopier schauen vor allem Premier League. Die würden am Sonntag wohl gern Salah aus Ägypten (Liverpool) oder Englands Kane (Tottenham) die Daumen drücken. Vermutlich geht die Tendenz eher zu Frankreich, weil einige Stars in England spielen. Gibt es einen Spieler, der anderen Nationalmannschaft, den Sie gern bei „sich“ sehen würden?

Franz: Die Franzosen sind natürlich begeistert von Luca Modric und würden ihn mit offenen Armen empfangen!

Baier: Ganz klar Kylian Mbappé, der Junge ist der Wahnsinn.

Bestle: Wo wird am Sonntag das Spiel geschaut?

Baier: In der Reitsberger-Halle beim „publički viewing“. Wir bedanken uns bei Herrn Reitsberger, dass er das so schnell möglich gemacht hat!

Franz: Die Reitsberger-Halle wird auch unsere "fanzone" sein. Der Bürgermeister und Kay Rainer haben schon beim Halbfinale der Franzosen über dieses WM-Fest gesprochen. Auch von uns ein Dank an die beiden!

Bestle: Da dürfen wir natürlich nicht fehlen! Ich tippe auf ein 1:1 in der regulären Spielzeit.

 

Mai 2018 - Erholsame Tage in Allauch

Bei nicht zu heißen Temperaturen wurde die Partnerschaftsreise nach Allauch für 38 Teilnehmer zu einem erholsamen Aufenthalt. Heuer hatte man auf lange Busfahrten in die Provence verzichtet, sondern die Ausflüge auf Wunsch der Reisenden auf die nähere Umgebung beschränkt. So konnte ausgiebig durch Aix-en-Provence auf den Spuren des Malers Paul Cézanne gebummelt werden und in Marseille durch das alte Künstlerviertel „Panier“ mit der berühmten Charité und den vielen malerischen Ecken. Bei traumhaftem Wetter genoss dann jeder den Ausflug zu den Frioul-Inseln, wobei die Besichtigung des Château d’If mit seinen dunklen Kerkern sicher so manchen erschauern ließ . Diese Festungsanlage war im Jahre 1529 ursprünglich zum Schutz des Hafens von Marseille errichtet worden, wurde aber später zum Staatsgefängnis, dem durch die Insellage keiner entkommen konnte. Berühmtheit erlangte es durch den Roman „Der Graf von Monte Christo“.

Weitere Höhepunkte des Aufenthaltes waren das traditionelle köstliche Picknick mit vielen Freunden der Partnerschaft und einem gemeinsamen Bouleturnier sowie der stimmungsvolle Partnerschaftsabend für Gäste und Gastgeber, bei dem heuer das Ehepaar Cuomo offiziell verabschiedet wurde. Maurice Cuomo war seit 21 Jahren der 2. Vorsitzende des französischen Komitees und hat zusammen mit seiner immer einsatzbereiten Frau Monique einen wertvollen Beitrag zur Partnerschaft geleistet . Mit einem Geschenk von Bürgermeister Reitsberger im Namen der Gemeinde Vaterstetten und einem Präsentkorb des deutschen Komitees wurden den beiden hierfür herzlich gedankt.